Super Bowl :
Cat-Content von Go Daddy

Der Domain-Anbieter, der zum Super Bowl oft mit umstrittenen Kampagnen von sich reden machte, setzt heuer auf was Sicheres: Katzen.

Text: Susanne Herrmann

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Roomba-Cats setzt Go Daddy als Super-Bowl-Teaser ein.
Roomba-Cats setzt Go Daddy als Super-Bowl-Teaser ein.

Der Domain-Anbieter Go Daddy, der zum Super Bowl oft mit umstrittenen Kampagnen von sich reden machte, setzt heuer auf was Sicheres: Katzen. Wenigstens im Trailer. 

Die allerdings sitzen auf Staubsauger-Robotern - und wir sind jetzt schon gespannt, ob das Tierschützer ähnlich heftig gegen den Webseitenbetreiber aufbringen wird wie der 2015er-Spot. Den Clip mit einem Hundewelpen, der sich verlaufen hat und schließlich wieder heimfindet, musste Go Daddy wegen der Proteste nämlich zurückziehen. Weil die Besitzerin froh ist, dass ihr Kapital wieder da ist - sie hatte den Hund gerade übers Web verkauft (Agentur: Barton F. Graf 9000). Danach engagierte Go Daddy Ende 2015 die Agentur TBWA\Chiat\Day New York - nahm aber 2016 am Super Bowl nicht teil. Die Beziehung ist auch schon wieder vorbei. Jetzt ist die Agentur Bullish am Drücker, gegründet von ehemaligen Deutsch-Kreativen.

Ob nun Katzen auf selbstfahrenden Roombas ideal sind ... erst mal egal. Denn beim NFL-Finale soll es dann darum gehen, wie das Internet aussähe, wäre es ein Mensch.

So weit, so nebulös. Der komplette Spot soll am 31. Januar schon mal bei CBS laufen.

Bis dahin spielt Go Daddy auf die Beliebtheit von Katzenvideos im Netz an. Und stellt die Frage, wer im Internet aufräumt? Beworben wird der Service Go Central, der Mobile-Optimierung und Marketing-Werkzeuge für Webseitenbetreiber bietet.

Zur Kampagne gehört auch die Microsite GoDaddy.com/TheInternet. Die Assoziationskette ist nicht frei von Befremdlichem: Sind Webseiten im Internet, so eine gängige Analogie, die Klowände des 21. Jahrhunderts, dann lässt sich das Go-Daddy-Bild wohl so verstehen, dass Tätowierte die Klowände ... nun, wir lassen das lieber.

So würde das Internet aussehen, wäre es ein Mensch, findet Go Daddy.

So würde das Internet aussehen, wäre es ein Mensch, findet Go Daddy.

Auch früher schon gab es sowohl Ärger als auch Kurzbeziehungen bei dem Unternehmen: In seiner Anfangszeit provozierte Go Daddy gern mit leicht bekleideten Schönheiten. Zunächst arbeitete die Firma mit The Ad Store in New York. Die wurden rasch gefeuert, ab 2006 lief die Werbung inhouse. 2012 engagierte Go Daddy Deutsch New York. 2013 irritierte Super-Bowl-Zuschauer der Spot, in dem Topmodel Bar Refaeli einen pummligen Jungen mit Brille (das Klischee vom Nerd) küsst: Nicht alle fanden die Darstellung von der Schönen und dem Schlauen gelungen. Go Daddy wollte damit zeigen, dass die Marke sowohl sexy als auch smart sei, hieß es damals.

Alles zum Super Bowl finden Sie hier.


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.



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