Von der Aufspaltung hatten sich die Unternehmen ursprünglich mehr Wachstum und mehr Börsenwert erhofft. Mehr Wachstum, weil die getrennten Unternehmen sich besser auf ihre jeweilige Kundengruppe konzentrieren und dynamischer agieren könnten. Mehr Börsenwert, weil Mischkonzerne wie die alte Metro an der Börse in der Regel schlechter bewertet werden als klar fokussierte Unternehmen.

Allerdings erwies sich der Weg für Ceconomy schwieriger als erwartet: Zuletzt musste Ceconomy im September und im Oktober die Gewinnprognosen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2017/18 senken. Am vorigen Dienstag hieß es, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei von 494 auf 400 Millionen Euro gesunken. Der Gewinn ging damit noch stärker zurück als gedacht. Die vollständigen Zahlen zum Geschäftsjahr will das Unternehmen am 19. Dezember veröffentlichen. Bereits zuvor hatte Ceconomy die Prognose für das Gesamtjahr gekürzt. Als Gründe gab der Konzern die ungewöhnliche Hitzewelle und die zu langsam umgesetzte Strategie an.

Die jüngste Gewinnwarnung am vorigen Dienstag wurde an der Börse als "Desaster" aufgenommen und mit einem Kurseinbruch von zeitweise 20 Prozent quittiert. Mit rund 4,65 Euro ist die Ceconomy-Aktie aktuell nur noch gut ein Drittel so viel wert wie zu Jahresbeginn 2018, als das Papier in der Spitze um die 13,30 Euro gehandelt wurde


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W&V Redaktion
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