Der Vollzug der Transaktion soll frühestens Ende März 2021 erfolgen. Die Hauptversammlung muss dem Deal noch zustimmen. Sie ist für den 17. Februar angesetzt. Die derzeitigen Hauptanteilseigner hätten einzeln gegenüber dem Vorstand bereits ihre Zustimmung zu der Transaktion signalisiert. Zu den Großaktionären gehörten zuletzt die Familie Haniel mit fast 23 Prozent, die Meridian-Stiftung der Metro-Mitgründer Schmidt-Ruthenbeck (14,2 Prozent), die Beisheim Holding (6,6 Prozent) sowie der Telekommunikationskonzern Freenet (9,1 Prozent).

Jürgen Kellerhals sprach von "konstruktiven Gesprächen". Convergenta freue sich, Ankeraktionär des Unternehmens zu werden. "Wir streben an, mittelfristig über eine Beteiligung im Aufsichtsrat die Transformation des Unternehmens zu fördern und seine nachhaltige Entwicklung zu begleiten", erklärte er.

Ceconomy hat sich auch zum Verlauf des Geschäftsjahrs 2019/20 geäußert. Die Ausfälle im stationären Geschäft wurden teilweise durch ein starkes Online-Geschäft kompensiert, sagt das Unternehmen. Der Online-Umsatz sei um 44,1 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro gestiegen - und erreichte einen Anteil von über 20 Prozent am Gesamtumsatz (GJ 2018/19: 13,7 Prozent). Allein im Monat April 2020 lag das Wachstum hier gegenüber dem Vorjahresmonat bei rund 200 Prozent. Insgesamt verzeichnete das Unternehmen über sechs Millionen registrierte Neukunden in den Webshops von Media Markt und Saturn. Gleichzeitig stieg nach den temporären Marktschließungen im März und April 2020 die Besucherfrequenz im stationären Handel schnell wieder an, blieb jedoch insgesamt unter Vorjahresniveau. 

"Wir werden unser Kerngeschäft weiter stärken, unsere Online-Aktivitäten deutlich ausbauen und in neue Geschäftsfelder expandieren. Wir investieren gezielt in die Beratungskompetenz unserer Mitarbeiter und werden unseren Kunden auch auf der Grundlage intelligenter Datenanalyse schnell und verlässlich maßgeschneiderte Produkte und Services bieten – auf allen Kanälen. Unser Ziel ist klar: Wir werden die größte Omnichannel-Plattform Europas bauen", so Ferran Reverter, CEO von MediaMarktSaturn.

Trotz der Online-Wachstums betont Reverter: Der stationäre Handel bleibt dabei das Rückgrat der Organisation und soll noch stärker auf unterschiedliche Kundenbedürfnisse ausgerichtet. Dazu werden vier zentrale Store-Konzepte eingeführt - vom Großmarkt bis zum Shop-in-Shop. Der Anteil von Eigenmarken im Sortiment soll über alle Kanäle hinweg auf rund 5 Prozent im Geschäftsjahr 2022/23 erhöht werden.

Das Geschäft vor und während der Black-Friday-Periode und der Vorweihnachtszeit "entwickelte sich auch 2020 dank der Entzerrung des Weihnachtsgeschäfts und erfolgreicher Kampagnen wie dem Singles Day und dem Black November sehr erfreulich", so das Unternehmen. 



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Autor: W&V Redaktion

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