Kampagne :
Check24 wirbt mit Riesen - und ohne Havas

Nein, diesmal wird nicht getanzt. Check24 startet eine neue Kampagne, in der manche Protagonisten ganz groß und andere ganz klein sind. Die Spots wurden inhouse und ohne Havas entwickelt.

Text: Brigitte Bauer

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Nein, diesmal wird nicht getanzt. Auch wenn die alte Kampagne erfolgreich war und den Bekanntheitsgrad der Marke Check24 laut Unternehmen gesteigert hat, gibt es diesmal keinen Abklatsch der Dance-Moves. Das Briefing lautete jedoch, die neue Kampagne an die letzten Filme anzuschließen. Das Check24-Gefühl soll im Zentrum bleiben, aber neu interpretiert werden. Die Idee des Unternehmens, die hinter den Spots steckt: Gigantisch sparen mit Deutschlands größtem Vergleichsportal.

Die neue Kampagne kommt weniger aggressiv daher und wirkt durch die Protagonisten.

Film ab:

Die Aufzeichnung der Filme war laut Helmut Huber, CMO von Check24, eine Herausforderung. Die Produktionfirma Embassy of Dreams aus München setzte mit Trixter (Animation/Compositing) eine Technik ein, die auch für "Herr der Ringe" zum Einsatz kam. Die Spots wurden mit einer Motion Control-Kamera gefilmt, von denen in Europa nur zwei zur Verfügung stehen - eine in Berlin und eine in London. Teilweise wurden Einstellungen sechsmal aufgenommen und dann im Nachhinein zusammengestellt. Die Produktionsfirma dreht bekannte Blockbuster wie "Captain America" und "Iron Man 3". Die Mediaplatzierung übernimmt Havas Media.

Die Kreativ-Agentur Havas aus München arbeitet nicht mehr für den Kunden. Das Tagesgeschäft und die neue Kampagne leistet das Unternehmen inhouse. Der frühere Havas-Kreativchef und CMO von Check24, Helmut Huber, zeichnet mit Stefanie Hämmerle (Leitung Marketing) auf Kundenseite verantwortlich.

Regie führte Russel Bates, der bereits den bekannten Snickers Spot "Diva" gedreht hat. Die Kamera führte Serge Roman. Auf Produktionsseite bei Embassy of dreams waren Alex Fischer-Budiasa, Tobias Wölfl und Arne Kiefer zuständig. Für die Farbkorrektur bei Arri ist Thomas Hanser zuständig, Musik und Ton kommen von M-Sound, die Animation übernahm Das Werk.

Mehr zur neuen Check24-Strategie lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des "Kontakter".


5 Kommentare

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Anonymous User 2. Oktober 2015

Stimmt, es gibt mehr als zwei Mocos. Wenn du allerdings eine Milo mit Long Arm brauchst, stehen dir in Europa nur zwei zur Verfügung.

Stimmt auch, Embassy of Dreams hat Captain America nicht produziert. Aber dennoch sind wir keine reine Werbefilmbude. Unsere Spielfilm Division Heimatfilm hat über 30 Filme ins Kino gebracht und unter anderem einen Goldenen Bären im Schrank. Und Embassy of Dreams dreht nächstes Jahr eine Romantic-Action-Comedy für den internationalen Markt mit einem Budget von 14 Mio €. Und das ist in Richtung Hollywood schon mal die halbe Strecke.

Anonymous User 1. Oktober 2015

Bitte besser recherchieren, Brigitte Bauer.
Wenn irgendjemand mit Ahnung sowas liest, macht ihr euch echt lächerlich.
Quote: "Die Produktionsfirma dreht bekannte Blockbuster wie "Captain America" und "Iron Man 3".
Nein, nein und nochmals nein. Embassy of Dreams ist eine Produktionsfirma für Werbespots. Die haben rein gar nichts mit den Hollywoodfilmen zu tun.
Trixter ist eine CGI-Animationsfirma, die also visuelle Effekte macht. Die haben an solchen Projekten mitgewirkt. Heisst: Neben ca. 20 anderen Firmen wie ILM (Lucasfilm) oder MPC bekommen sie ein paar Shots, die sie dann bearbeiten dürfen.
Also ein ganz kleines Rad, ganz am Ende der Kette.
MotionControl Systeme gibt es übrigens sehr, sehr viele in Europa.

Und noch so am Rande: So toll ist der Spot nicht, gerade das color grading ist irgendwie ein gelbes gemansche. Aber über Geschmack...

Not impressed

Anonymous User 1. Oktober 2015

Als ich die Überschrift gelesen habe, konnte ich mir ein Lächeln nicht verkneifen. Endlich muss ich diese dämlichen Tanzspots mit den dauergrinseden Volldeppen nicht mehr ertragen. Nachdem ich die neuen Spots gesehen habe, hatte ich erst kurz die Idee, meinen Kopf in die Mikrowelle zu stecken. Davon habe ich Abstand genommen. Immer wenn man denkt, es geht nicht mehr schlimmer, kommt einer, und beweist das Gegenteil. Ich hoffe, dass das Mediavolumen knapp bemessen ist und dass dieser gigantische Müll an mir vorbei geht.

Anonymous User 1. Oktober 2015

Aua! Schön zu sehen, wie ein hochdekoriertes ADC-Mitglied an der Tagesarbeit scheitert.

Anonymous User 1. Oktober 2015

"Everybody dance now" war mir lieber ...

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