Olivier Van den Bossche geht :
Chefwechsel bei Galeria Kaufhof

Der Belgier Olivier Van den Bossche verlässt nach nur zweieinhalb Jahren die Kaufhof-Spitze. Sein Nachfolger kommt von Toys R Us und soll nun wieder für steigende Umsätze sorgen.

Text: W&V Redaktion

Kaufhof kämpft in Deutschland mit Umsatzrückgängen.
Kaufhof kämpft in Deutschland mit Umsatzrückgängen.

Chefwechsel beim Kölner Warenhauskonzern Galeria Kaufhof. Der Belgier Olivier Van den Bossche verlässt Ende April nach nur zweieinhalb Jahren an der Kaufhof-Spitze das 2015 von der kanadischen Kette Hudson's Bay Company (HBC) übernommene Unternehmen. Das teilte HBC am Donnerstag mit. Neuer Europachef von HBC und damit auch Chef von Kaufhof wird der frühere Europachef des Spielwarenhändlers Toys R Us, Wolfang Link.

Kaufhof kämpft in Deutschland mit Umsatzrückgängen. Das Branchenblatt "Textilwirtschaft" berichtete kürzlich, hinter den Kulissen tobe "ein knallharter Machtkampf" zwischen den Top-Managern von HBC und der Geschäftsführung in Deutschland.

HBC-Chef Jerry Storch betonte jedoch am Donnerstag im Gespräch mit dem Branchenfachblatt, der Abgang von Van den Bossche habe "nichts mit den Ergebnissen zu tun". Er dankte dem Belgier für die geleistete Arbeit.

Zwei neue Marken am Start

Storch sagte, mit der Einführung zweier neuer Marken in Europa - der Outlet-Kette Saks off 5th in Deutschland und Hudsons's Bay in den Niederlanden - beginne für den Konzern eine neue Phase der Weiterentwicklung des europäischen Geschäfts.

Ausschlaggebend für die Wahl von Link sei gewesen, dass er eine erfahrene Führungspersönlichkeit mit einer beeindruckenden Erfolgsbilanz im Einzelhandel in Deutschland und in Europa sei. Allerdings verfügt der Manager vor allem über Erfahrung im Geschäft mit Spielzeug und Elektronik, nicht so sehr im für das Warenhausgeschäft besonders wichtigen Textilgeschäft.


Autor:

W&V Redaktion
W&V Redaktion

Nicht alle W&V-Artikel erscheinen unter dem Namen eines einzelnen Autoren. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Artikel mit „W&V-Redaktion“ gekennzeichnet sind. Zum Beispiel, wenn mehrere Autoren daran mitgearbeitet haben oder wenn es sich um einen rein nachrichtlichen Text ohne zusätzliche Informationen handelt. Wie auch immer: Die redaktionellen Standards von W&V gelten für jeden einzelnen Artikel.