Innovation :
Citroën bringt Brille gegen Reiseübelkeit

Der französische Autobauer Citroën macht Reisen angenehmer. Dessen Agentur Traction (BETC) hat eine Brille gegen Reiseübelkeit entwickelt. Name: Seetroën.

Text: Rolf Schröter

Kind muss nicht mehr kotzen - dank der Brille Seetroën
Kind muss nicht mehr kotzen - dank der Brille Seetroën

„Würden Sie Citroëns Brille gegen Reiseübelkeit in öffentlichen Verkehrmitteln tragen?”

Mal ehrlich: Die Brille sieht ziemlich bescheuert aus. Aber wenn's hilft...

Mehr als 30 Millionen Menschen in Europa leiden unter Reiseübelkeit. Wenn man während des Autofahrens liest, dann kommt der Gleichgewichtssinn durcheinander, und das führt zu Übelkeit.

Die französische Agentur Traction (BETC Group) hat gemeinsam mit Citroën eine Brille entwickelt, die bei diesen Beschwerden hilft. Die Technologie dafür ist patentiert und nennt sich "Boarding Ring". Die Ränder der Brillengläser sind hohl und nicht ganz zur Hälfte mit einer dunken Flüssigkeit gefüllt. Bewegt sich der Kopf des Reisenden, suggeriert der Flüssigkeitspegel eine ruhende Umgebung. Die Brille hat nicht nur zwei Gläser zum Durchschauen, sondern auch zu den Schläfenseiten hin jeweils ein Glas.

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Die insgesamt vier Brillengläser mit der schaukelnden Flüssigkeit an den unteren Rändern - das sieht zwar nicht gerade cool aus. Aber, so beteuert Ellen Broomé von BETC, es hilft in 95 Prozent der Fälle. Das Design stammt übrigens von dem Pariser Studio 5.5. Wer genau hinsieht, erkennt vielleicht, dass die vier Brillengläser an Autoreifen erinnern; und der Nasensteg bezieht sich auf das Doppelschwingen-Logo der Marke Citroën.

Unter dem Namen Seetroën ist die Brille im Lifestyle-Boutique der Marke vorbestellbar. Dort wird sie für 99 Euro im Rahmen einer Limited Edition angeboten.

Nicolas Lautier, Creative Director bei Traction, verweist auf die DNA der Marke Citroën: Komfort und Mobilität. Mit Ideen wie der Brille gegen Reiseübelkeit werde die Marke als innovativ und inspirierend positioniert.

„Würden Sie Citroëns Brille gegen Reiseübelkeit in öffentlichen Verkehrmitteln tragen?”


Autor:

Rolf Schröter
Rolf Schröter

Als Leiter des Marketing-Ressorts der W&V und neugieriger Kurpfälzer interessiert sich Rolf Schröter prinzipiell für alles Mögliche. Ganz besonders mag er, was mit Design und Auto zu tun hat.