Sven-Helbig-Album :
Classical Music Reborn: Beeindruckende Kampagne für "Pocket Symphonies"

Klassische Musik wird längst kreativer und frischer beworben als es früher der Fall war - schließlich geht es um die Eroberung neuer Zielgruppen. Die Kampagne für Sven Helbigs Debütalbum - erschienen beim Traditionslabel Deutsche Grammophon - setzt nun beeindruckende neue Akzente.

Text: Markus Weber

- 7 Kommentare

Klassische Musik wird längst viel frischer und kreativer beworben als dies früher noch der Fall war. Schließlich geht es für die Klassik-Labels darum, neue Zielgruppen für ihre Musik zu begeistern. Die Kampagne für Sven Helbigs Debütalbum "Pocket Symphonies" - erschienen beim Traditionslabel Deutsche Grammophon - setzt nun besonders beeindruckende, ganz neue Akzente. "Classical Music Reborn" lautet das Motto der Kampagne.

Sven Helbig, der Gründer der Dresdner Sinfoniker, gilt als Wanderer zwischen verschiedensten musikalischen Welten. Als Komponist, Produzent und Arrangeur war er unter anderem schon für Rammstein, die Pet Shop Boys oder Snoop Dogg tätig. Am heutigen Freitag (22.2.) ist nun sein erstes Soloalbum "Pocket Symphonies" erschienen. Die Kampagne dazu wurde von der Hamburger Kreativagentur Kolle Rebbe entwickelt. Als Executive Creative Director zeichnet Sascha Hanke für den Werbeauftritt verantwortlich.

Der Film wurde von Czar (Berlin) produziert. Regie führte Kai Schonrath.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



7 Kommentare

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Anonymous User 24. Februar 2013

@ Marcardor: Das ganze hat wohl eher weniger mit schwachen als vielmehr mit schlichten Gemütern zu tun. Prekärkreation folgt oftmals einer grimmigen Logik: Aus der textlichen Großtat "Reborn" folgt "Born" folgt "Geburt". Und dann ergeht der Marschbefehl in den Kreißsaal, wo die immergleichen befrackten Witzfiguren, gerade erst dem Dortmunder Kuhstall entflohen, ihre Schuldigkeit verrichten müssen. Weil das alles nicht hinten und vorne funktioniert, muss die klassische Stockbild-Hölle bemüht werden: Noten auf Haut. Der wahre Tatbestand ist allerdings, daß philharmonische Instrumentierung mit "Klassischer Musik" nichts zu tun hat. Dagegen hätte sich Helbig verwehren müssen, denn davon versteht er was.

Anonymous User 24. Februar 2013

@ Marcardor: Das ganze hat wohl eher weniger mit schwachen als vielmehr mit schlichten Gemütern zu tun. Prekärkreation folgt oftmals einer grimmigen Logik: Aus der textlichen Großtat "Reborn" folgt "Born" folgt "Geburt". Und dann ergeht der Marschbefehl in den Kreißsaal, wo die immergleichen befrackten Witzfiguren, gerade erst dem Dortmunder Kuhstall entflohen, ihre Schuldigkeit verrichten müssen. Weil das alles nicht hinten und vorne funktioniert, muss die klassische Stockbild-Hölle bemüht werden: Noten auf Haut. Der wahre Tatbestand ist allerdings, daß philharmonische Instrumentierung mit "Klassischer Musik" nichts zu tun hat. Dagegen hätte sich Helbig verwehren müssen, denn davon versteht er was.

Anonymous User 24. Februar 2013

Gewagter Film. Geht unter die Haut. Die Inszenierung passt zum kontroversen Thema Klassik neuzuinterpretieren.

Ich würde nur zu gerne wissen ob das Logo wirklich als Stinkefinger gemeint ist.

Anonymous User 23. Februar 2013

Hmm...die Reihenfolge meiner Empfindungen (subjektiv & nichts für schwache Gemüter wie ich fürchte):

0.00 - Trauer, Konfusion: Was soll das Gekrampfe? Und was macht der Typ mit dem Bass bzw. Cello da draußen (außer traurig gucken)?

0.09 - Ist das Quigquegg (sp?) - Sie wissen, der Tätowierte aus "Moby Dick"?

0.26 - Anflug von Humor: "jaja, die Klassik...immer zu spät dran, um aktuell zu sein!"?

0.37 - Ekel: "Elektrischer Stuhl" oder "Alien"?

0.42 - Konfusion: 1. Die SloMo erinnert an Polanskis "Tanz der Vampire",
2. Wer kommt auf die Idee, eine Geburt in MOLL zu unterlegen?!
Sry, Bilder & Musik dieser Kajüte assoziiere ich eher mit einer Knopp-Doku zum Nationalsozialismus - als mit einer "Wiedergeburt"!

0.56 - Konfusion: Wie jetzt? Mutter & Kind tot (ist ja schließlich Moll!)?

1.05 - Konfusion: Dem "Stinkefinger" Mariannes muss ich mich anschließen.

Ergebnis:
Verwirrung. Negativ aufgeladenen Bilder. Moll. - Reaktanz, und zwar und wie!

WER soll dieses Album denn kaufen?!
Kernzielgruppe Untote oder Palliativmediziner?!

Anonymous User 23. Februar 2013

Endlich auch in Hamburg: Provinziellster Kreativ-Schamanismus a la "Außenwerbung trifft jeden". Verdient den Stinkefinger aller, die sich das gute Album trotzdem kaufen.

Anonymous User 22. Februar 2013

Toller Film, aber warum zeigt das Logo dem Betrachter im Anschluß den Stinkefinger?

Anonymous User 22. Februar 2013

was für eine gequirlte s...

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