Plagiatsvorwurf :
Coca-Cola droht Klage

Die riesenhafte Weihnachtsmann-Marionette, die Coca-Cola im Weihnachtsspot bewegt, ist offenbar keine Original-Idee von McCann Erickson. Plagiatsworwürfe werden laut.

Text: Anja Janotta

28. Dec. 2012

Die riesenhafte Weihnachtsmann-Marionette, die Coca-Cola im aktuellen Weihnachts-Spot durch die Straßen schickt, war womöglich keine originäre Idee von McCann Erickson. Die französische Theatergruppe Royal de Luxe streitet darum, deren Erfinder zu sein. Coca-Cola habe die Riesen-Marionetten-Puppen abgekupfert. In einer Erklärung heißt es, dass Coca-Cola die Theatertruppe im Mai kontaktiert habe, einen solchen Weihnachtsmann zu erschaffen. Die Truppe habe abgelehnt, um dann im Dezember festzustellen, dass die aktuelle Weihnachtskampagne tatsächlich mit einer Riesen-Marionette gedreht wurde. Nun wollen die Theatermacher Anzeige wegen des Plagiats erstatten.

Bittere Worte findet das Unternehmen für das vermeintliche Plagiat: Die Theater-Figuren würden in ihrer Haltung, Bewegungen, Handlung und Blicken "vergewaltigt". McCann Madrid hatte die Kampagne entwickelt, McCann Berlin hatte die deutsche Adaption übernommen. Im Sommer hatte Ogilvy den Coca-Cola-Etat übernommen, McCann blieb nur noch die Weihnachtskampagne (W&V berichtete).


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.



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