Coca-Cola-Werbechef: Social Media steigert den Absatz

Coca-Cola setzt auf Social Media: "Es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen positiven Diskussionen im Internet und den Verkaufszahlen", sagt Coke-Manager Jonathan Mildenhall.

Text: Markus Weber

Der Softdrink-Riese Coca-Cola will in Zukunft verstärkt auf Social Media setzen. "Es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen positiven Diskussionen im Internet und den Verkaufszahlen", sagte Coke-Mann Jonathan Mildenhall, Vice President Global Advertising Strategy und Content Excellence, dem Marketing Magazine aus Großbritannien.

Mildenhall kündigte daher an, dass Coke in seinem Marketing vermehrt auf das Thema "entertaining storytelling" fokussieren werde. Dies schließe auch längere Content-Formate - jenseits der 60- oder 90-Sekunden-Spots - mit ein.

Diese positive Auswirkung von Social Media auf die Verkaufszahlen sei möglich, weil es sich bei Coke um ein Fast Moving Consumer Good handele. Deshalb könnten sehr schnell positive Effekte erzielt werden. Sein Ziel sei es, "jeden Tag Content zu produzieren, der zu Unterhaltungen anregt." Dieser Content müsse jedes Mal aufs Neue überraschend und unterhaltsam sein.

"Die Welt ist im Fluss - es gibt keine Kontrolle mehr, wo unser Content am Ende landet", sagt Mildenhall. Dennoch, so schränkt der Marketer ein, würden für Coca-Cola auch in Zukunft aufwändig produzierte TV-Spots eine wichtige und zentrale Rolle einnehmen.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.