Procter & Gamble und Edeka :
Content Marketing mit Bart: Big Spender rasieren Diekmann

Für 100.000 Euro haben sich Procter & Gamble und Edeka bei der ZDF-Spendengala "Ein Herz für Kinder" den ganz großen Auftritt gesichert. "Bild"-Chef Kai Diekmann ließ sich von den beiden Unternehmen werbewirksam um den Bart bringen.

Text: W&V Redaktion

08. Dec. 2014 - 6 Kommentare

Für 100.000 Euro haben sich Procter & Gamble und Edeka bei der ZDF-Spendengala "Ein Herz für Kinder" den ganz großen Auftritt gesichert. Kai Diekmann ließ sich von den beiden Unternehmen werbewirksam um den Bart bringen. 

Der "Bild"-Chef hatte via Twitter angekündigt, seinen XL-Bart für eine sechsstellige Spende an das Kinderhilfswerk zu opfern ("Ein Herz für Kinder" geht auf eine Initiative von Axel Springer und "Bild"-Zeitung zurück). Procter & Gamble schlug einige Stunden später per Tweet zu:

Die TV-Präsenz und der Social-Media-Buzz im Vorfeld sollen auf das Konto der P&G-Marke Gillette gehen:

Gillette teilt sich den 100.000-Euro-Bart mit Edeka. Eine entsprechende Meldung der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" bestätigte der Lebensmittelkonzern am Freitagabend auf seiner Facebook-Seite. Twitter spielt für die Edeka-Kommunikation offenbar keine große Rolle: Der letzte eigene Tweet unter @edeka_de datiert vom 14. März 2013. Darum hatte am Samstagabend auch allein Gillette das Sagen:

Das Ergebnis twitterte Diekmann im Hoodie:

Insgesamt kamen am Samstagabend über 16 Millionen zusammen. In der diekmannfreien Zone der Spendengala spielten sich übrigens noch ganz andere Szenen ab: Die Möbelhauskette XXXL spendete 1,5 Mio. Euro, der Tielkühlexperte Bofrost eine Mio. Euro. Für das größte Aufsehen sorgte trotzdem Gillette.

Diekmanns hochpreisige Gesichtsbehaarung - eine Erinnerung an die legendäre Springer-Expedition ins Silicon Valley 2012/2013 - diente schon einmal einem guten Zweck. Im vergangenen Sommer warb der "Bild"-Chef als Pseudo-Penner für die Hambuger Obdachlosenzeitschrift "Hinz & Kunzt". Hier ist noch einmal der Spot der Agentur Lukas Lindemann Rosinski:


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6 Kommentare

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Anonymous User 8. Dezember 2014

Fielmann hätte noch´n Brillengestell drauflegen sollen - gratis versteht sich...

Anonymous User 7. Dezember 2014

...der dieckmannsche Bart hin oder her - P&G hat einen großen Coup mit dieser Aktion gelandet, der Mediawert allein durch die live Sendung übersteigt den Einsatz bei Weitem, durch die absehbare PR Multiplikation ( war durch Dieckmanns Job ja abzusehen) erst recht.

Dann noch einen der größten deutschen P&G Kunden Edeka huckepack nehmen - echt stark! Das Jahresgespräch dürfte mit dieser Aktion abgeschlossen sein - erfolgreich, versteht sich...

Anonymous User 7. Dezember 2014

Stellen wir uns mal vor, eine Durchschnitts-Rentnerin hätte 100 Euro gespendet. Das wäre, umgerechnet auf die 100.000 Euro und das Vermögen dieser Konzerne, eine - relativ - wesentlich höhere Gabe gewesen. Tja. Aber die Rentnerin twittert ja nicht. Kann also im Journalismus 2.0 gar nicht stattfinden.

Anonymous User 7. Dezember 2014

@ supernova
Entschuldiung, Sie reden sinnfreies Zeug. 1. Finde ich einen gepflegten Bart toll und absolut top! Aber muss man aussehen, als ob man gerade aus Gosse gezogen wurde? Nur widerlich und ekelhaft. 2. Das er gerade auf Silicon-Valley-20 Jahre macht ist einfach nur lächerlich und zeit letztlich seinen IQ. 3. Menschlich ist Diekmann für mich eine "komplette Null" mit seinem Propaganda-Schmierblatt BILD. Er geht über Leichen und zerstört Existenzen. Ich hoffe den Tag noch erleben zu können, wo die ganzen Leichen Diekmann's ans Tageslicht kommen und dieser Typ endgültig erledigt ist!

Anonymous User 7. Dezember 2014

@christian hettix: Man mag von Kai Diekmann halten, was man will, aber Ihre Meinung ist ja nun wirklich erzkonservativ... Was mich an seinem aktuellen Stil stört, ist diese Pseudo-Hipster-Attitüde, die einfach nicht zu ihm passt/ nicht authentisch ist, aber hier mit 50er Jahre Spießigkeit über ihn herzuziehen - naja... Dafür bekommt der Mann von mir ein paar Extra-Punkte Sympathie.

Anonymous User 5. Dezember 2014

Mein erster Gedanke war: Wie kann ein zivilisierter Mensch der sich Chefredakteur schimpft so "asozial" rumlaufen. Nicht nur peinlich sondern auch echt widerlich. Jeder "Straßenpenner"-der absolut kein Geld hat, läuft gepflegter rum.

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