Deutscher Weingutpreis :
Customer Centricity im Weinbau: Hier sind die Sieger

Das Weingut von Carolin und Erik Riffel gehört weder zu den großen noch zu den prominenten in Deutschland. Aber bei der Kundenorientierung ist es unschlagbar.

Text: Frank Zimmer

Carolin und Erik Riffel bewirtschaften ihre Weinberge biodynamisch.
Carolin und Erik Riffel bewirtschaften ihre Weinberge biodynamisch.

Für Winzer gibt es mindestens so viele Awards wie für Werber. Der "Deutsche Weingutpreis" betrifft beide Branchen, denn er prämiert nicht das Produkt, sondern die Kommunikation und Kundenorientierung des Produzenten. Geprüft werden u.a. die Social-Media-Aktivitäten, die Website, der Online-Shop, das Produktsortiment, der Eindruck vor Ort, die Architektur und das Reklamationsmanagement.

Die freundlichsten Winzer Deutschlands sind demnach Carolin und Erik Riffel aus Bingen am Rhein. Die Jury wählte ihr Weingut zum Gesamtsieger 2018. Kein anderer Wettbewerbsteilnehmer trete "so konsequent und kundenorientiert auf", heißt es in der Laudatio. Die Riffels  böten "ein ganzheitliches positives Erlebnis für den Kunden, gepaart mit höchster Wertigkeit und Konsistenz in der Kommunikation, die innerhalb der deutschen Weinbranche Maßstäbe setzen."

Außergewöhnlich ist auch dier Background von Winzerin Carolin Riffel: Die diplomierte Informatikerin arbeitete als Consultant für Oracle, ehe sie Meetingräumen und Powerpoint Adieu sagte und in das Familienweingut ihres Mann einstieg. Mittlerweile haben die Riffels ihren Betrieb auf biodynamische Bewirtschaft umgestellt.

Hinter dem "Deutschen Weingutpreis" stehen die Weinbau-Universität Geisenheim im Rheingau  und die Sparda-Bank Hessen. In der Jury ist u.a. die "FAZ" vertreten.


Autor:

Frank Zimmer

Redaktionsleiter Online mit analogem Migrationshintergrund. Seit 1996 im Internet. Buchautor ("Der Social-Media-Rausch") und Blogger ("Mittelrheingold"). Interessiert sich für Content Marketing und digitale Transformation. Hat eine Schwäche für Agenturen, weil er mal in einer gearbeitet hat.