Im zweiten Spot geht es um die Entkriminalisierung, denn in Deutschland wird derzeit auch der Besitz von kleinen Mengen Cannabis strafrechtlich verfolgt. Entsprechend thematisiert der dritte Spot den Schwarzmarkt und dessen mafiöse Strukturen.

Auch im TV wollte der Deutsche Hanf Verband die Spots schalten. Doch die Sender lehnten die Ausstrahlung mit Verweis auf den Runfunkstaatsvertrag ab, der politische Werbung verbiete. Deshalb setzt der Verband nun verstärkt auf Kinowerbung und zeigt die Filme in 243 Kinos in 125 Städten. Und indirekt haben Prosieben und Sat.1 ihren Teil ja ohnehin beigetragen.   

Auch Bob Marley - Reggae-Idol und Kiffer-Ikone - macht sich weiter für Cannabis stark. Jedenfalls wird 33 Jahre nach seinem Tod eine Premium-Cannabis-Sorte nach dem Musiker benannt. Seine Familie vermarktet die Produkte unter dem Label "Marley Natural", sie sollen Ende 2015 in den USA und danach international verkauft werden. Zumindest in Ländern, in denen das legal ist. Wo das geschehen ist, entwickelt sich der Handel mit Cannabis zu einem einträglichen Geschäft - auch für die Steuerbehörden. In den USA erwarten Analysten für dieses Jahr einen Cannabis-Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro, was einem Plus von 63 Prozent entspricht.



Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Autor: Frauke Schobelt

koordiniert und steuert als Newschefin der W&V den täglichen Newsdienst und schreibt selber über alles Mögliche in den Kanälen von W&V Online. Sie hat ein Faible für nationale und internationale Kampagnen, Markengeschichten, die "Kreation des Tages" und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.