Studie :
Das muss der CMO der Zukunft leisten

Die Serviceplan-Gruppe hat in einer Studie die Rolle des Chief Marketing Officer im Kontext der Transformation unter die Lupe genommen. Fazit: Er wird wichtiger - doch die Unternehmen tun noch nicht genug für seine Aus- und Weiterbildung.

Text: Manuela Pauker

Serviceplan hat untersucht, was der CMO der Zukunft können muss.
Serviceplan hat untersucht, was der CMO der Zukunft können muss.

Der Chief Marketing Officer (CMO) der Zukunft hat viele Aufgaben. Zum einen soll er Detektiv, Antreiber, Tröster, Showmaster, Analyst, Versteher und Macher sein. Und das ist noch nicht alles: Er ist außerdem als digitaler Weltreisender, exzellenter Kommunikator, visionärer Analytiker, mutiger Gestalter und Vernetzer gefragt.

Ein extrem vielschichtiges Berufsbild, das die CMO-Studie 2017 der Serviceplan-Gruppe da zeichnet. Erstmals hat die Untersuchung die Rolle des Chief Marketing Officers in Deutschland im Kontext der digitalen Transformation beleuchtet.

Dabei kamen teilweise erstaunliche Ergebnisse zuage. So sehen zwar zwei Drittel der 100 befragten CEOs und CMOs den Chief Marketing Officer in der Verantwortung, wenn es um das Thema Transformation geht. Zugleich sind aber nur sechs Prozent der Interviewten der Meinung, dass in ihren Unternehmen genug für die Ausbildung und Vorbereitung künftiger CMOs getan wird.

Nicht das einzige widersprüchliche Resultat der Studie, so Kerstin Niederauer-Kopf, Geschäftsführerin des Marktforschungsinstituts Facit: "Es erstaunt, dass für nur zwei Prozent der Befragten die größte Herausforderung darin besteht, ein Ökosystem aufzubauen, um den Innovationsprozess voranzutreiben, aber 74 Prozent der Befragten agiles Lernen als eine der wichtigsten Anforderungen an heutige CMOs sehen."

Fünf wichtige Punkte für Unternehmen

Im Rahmen der Untersuchung kristallisierten sich fünf Handlungsfelder für die Unternehmen heraus:

1. Die heranwachsende CMO-Generation auf eine mögliche Rolle als CMO vorbereiten.

2. Zeit und Ressourcen schaffen, um sich mit zukünftigen Geschäftsmodellen auseinanderzusetzen.

3. Echte Kundenzentrierung leben und den ROI unter Beweis stellen.

4. Nutzenstiftende Markenerlebnisse über die gesamte Customer Journey hinweg auf die Wertsteigerung der Kundenbeziehung fokussieren.

5. Vernetzung betreiben – durch sämtliche marketingrelevante Bereiche hindurch, intern wie extern.

Die größte Relevanz hat nach Ansicht der Teilnehmer der letzte dieser Punkte: Im Zeitalter von agilen Organisationen und Crowd-Innovation sehe sich der CMO eindeutig gefordert, "über sämtliche Inhalte, Prozesse, Hierarchien und Organisationsstrukturen hinweg, der Wertschöpfung seines Unternehmens nachzukommen."


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde