Des Weiteren betont er: "Zwei von drei Gewinnern haben starke Nachhaltigkeitsprogramme aufgelegt. Das ist ein Mega-Trend, der mal lauter und mal leiser spürbar ist. Menschen wollen eben wissen, wo Produkte herkommen und wo sie hingehen."

Rund um die Sonderkategorie "Best Digital Life Brand" äußert Florian Haller deutliche Kritik: "Das ist eine Bankrott-Erklärung, dass unter den Top-Ten-Digital-Lifestyle-Brands in Deutschland nur drei deutsche Marken sind. Und große Player wie die Deutsche Telekom fehlen." Haller bringt das Beispiel E-Payment. Hier glänzt die amerikanische Marke PayPal, während die deutsche Marke Paydirekt keine Rolle spielt.

"Wir verschlafen gerade unsere Zukunft", warnt Haller und fährt fort: "Wo sind deutsche Unterhaltungselektronik-Marken? Wo ist Otto? Wo ist Zalando?" Haller sieht das schlechte Abschneiden deutscher Marken in der von der GfK ermittelten Bestenliste als "Wake-up-Call". Die deutschen Player lassen sich, so der Serviceplan-Hauptgeschäftsführer, "das Heft aus der Hand nehmen." Die deutschen Marken Bosch, Siemens und Fritz Box nehmen in der Kategorie "Best Digital Life Brand" die Plätze 6, 8 und 10 ein.

Ein Fazit des Serviceplan-Lenkers zu den "Best Brands 2019" lautet: "Wir müssen uns daran gewöhnen, dass nicht nur Marken von West nach Ost expandieren, sondern dass auch Marken aus dem Osten im Westen groß werden." 

Die Best Brands 2019 wurden in einem – gewohnt – prominenten Rahmen verliehen. Der ehemalige Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, eröffnete die Gala im Ballsaal des Bayerischen Hofs mit einer engagierten Keynote zur Marke Europa. Durchs Programm führte erneut Moderator Klaas Heufer-Umlauf. Zu den rund 700 geladenen Gästen der Gala zählten neben namhaften Vertretern aus Wirtschaft, Handel und Medien auch prominente Gäste, in diesem Jahr unter anderem der Showact - Hollywoodstar Kiefer Sutherland.


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W&V Redaktion
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