Es mangelt an Diversität in den Führungsetagen

Das Ranking von Brand Finance zeigt ein großes Problem: Nur acht der Top-100-CEOs sind weiblich. Das geht auf den Mangel an weiblichen Führungskräften in großen Unternehmen weltweit zurück. Unter den weiblichen CEOs im Ranking sind sechs aus amerikanischen und zwei aus chinesischen Unternehmen. Im vergangenen Jahr waren es sogar nur vier Frauen. Susan Patricia Griffith von Progressive ist die bestplatzierte weibliche CEO, die in diesem Jahr auf Platz 28 liegt. Viele der CEOs im Ranking setzen sich selbst für Vielfalt und Inklusion ein.

"Die MeToo-Bewegung löste in 2017 eine Welle an erschütternden Beweise für sexuelle Belästigung von Frauen am Arbeitsplatz aus. Diese Bewegung mag begonnen haben, eine Entschädigung zu leisten und das Bewusstsein für die Problematik zu schärfen, aber offensichtlich ist Gleichberechtigung noch weit entfernt", kommentiert Annie Brown, Associate bei Brand Finance.

Ob es nun bewusste oder unbewusste Voreingenommenheit sei, die zu einem deutlichen Mangel an weiblichen Führungskräften führe, es bestehe eindeutig Handlungsbedarf, sagt Brown. Die achtprozentige Repräsentation von Frauen im Brand Guardianship Index 100 spiegelt die Gesamtstichprobe wider, die ebenfalls acht Prozent weiblich war. "Frauen sind gleichermaßen in der Lage, außergewöhnliche Führungskräfte zu sein und es ist an der Zeit, dass sich das in den Vorstandsetagen wiederspiegelt."

48 der Top 100 Brand Guardians sind CEOs von US-Unternehmen, 25 kommen aus Ostasien und 17 aus Europa. Der Bestplatzierste eines nicht-amerikanischen Unternehmens ist Yong Zhang (Daniel Zhang) von Alibaba. Das Durchschnittsalter der CEOs liegt bei 57 Jahren.



Autor: Nadia Riaz

volontierte bei W&V und Kontakter, war anschließend Redakteurin bei LEAD, wo sie ihre Begeisterung für Digital- und Tech-Themen entdeckte. Nadia hat München für Hamburg ausgetauscht und schreibt jetzt als freie Autorin für W&V am liebsten über Blockchain und KI.