Studie zur WM :
Das sind die Top-Fußball-Werbegesichter

Thomas Müller ist trotz Torflaute Top – Mesut Özil hat Sympathien verspielt. Das zeigt eine Studie, die Beliebtheit, Bekanntheit und Werbewirkung der Fußballer untersucht. 

Text: Verena Gründel

Thomas Müller ist begehrt. Er arbeitet nicht nur für Barilla, sondern auch mit Adidas, Rewe, Weber-Stephen und Gilette.
Thomas Müller ist begehrt. Er arbeitet nicht nur für Barilla, sondern auch mit Adidas, Rewe, Weber-Stephen und Gilette.

Thomas Müller ist der Superstar unter den Fußballern - und hat das größte Reklame-Potenzial. Das zeigt eine Umfrage des Hamburger Instituts Splendid Research. Ihn kennen nicht nur die meisten Deutschen (94 Prozent), er ist auch der beliebteste Spieler: 60 Prozent gehören zu seinen Fans und Sympathisanten; nur 13 Prozent zu seine Hatern. 

Auf Platz zwei und damit auf dem aufstrebenden Ast als Werbegesicht ist der noch sehr junge Joshua Kimmich. Er hat mit 5 Prozent noch weniger Hater als Müller, dafür aber einen achtbaren Bekanntheitsgrad (73 Prozent) und einen soliden Beliebtheitswert (44 Prozent).

Diese Stars polarisieren

Ganz anders sieht es bei Mesut Özil aus. Auch er ist zwar den meisten Deutschen ein Begriff (93 Prozent). Aber die wenigsten mögen ihn. Nämlich nur 22 Prozent. Ganze 49 Prozent bezeichnen sich als Hater.

Vermutlich hat ihn die Erdogan-Affäre viele Sympathiepunkte gekostet (Kommunikationsprofi Christian Henne über den umstrittenen Trikot-Termin von Ilkay Gündoğan und Mesut Özil mit Erdogan).

Stars & Sponsoren der Fußball-WM 2018

Der Fußballer mit der größten Werbewirkung in Deutschland ist Thomas Müller.

Auch der portugiesische Topstar Cristiano Ronaldo polarisiert. Mit 92 Prozent kennen ihn fast alle Deutschen. Aber: Mit 37 Prozent Hatern gibt es eine große Zahl Menschen, die ihn nicht mögen. Nur 27 Prozent finden ihn gut.

Weniger polarisierend ist ein weiterer Weltstar: Lionel Messi. In Sachen Bekanntheit verliert er mit 83 Prozent gegen Ronaldo. Dafür schlägt er den Rivalen in Sachen Beliebtheit um Längen: Knapp die Hälfte der Bundesbürger mag Messi (44 Prozent), doch immerhin 16 Prozent mögen ihn nicht. 

Die wenigsten Hater, nämlich nur ein Prozent, hat übrigens der dänische Spieler Christian Eriksen. Er ist von den getesteten Spielern sogar der beliebteste, gleichwohl kennt ihn noch kaum jemand. Nur 26 Prozent wissen mit ihm etwas anzufangen, aber 62 Prozent von diesen mögen ihn (absolut: 19 Prozent).

Diese Marken profitieren vom Sponsoring

Die Studie untersuchte auch, welche Marken bei den Deutschen als WM-Sponsoren wahrgenommen werden. Am präsentesten sind die Marken Coca-Cola (54,9 Prozent), Adidas (51,2 Prozent) und McDonald's (39,3 Prozent). Auf dem vierten Platz landet erstaunlicherweise Nike, obwohl der Sportartikelhersteller gar kein Sponsor ist.

Auch Mastercard und Emirates erhalten mit 30,4 und 26,3 Prozent hohe Wahrnehmungswerte, obwohl sie kein Geld in WM-Sponsoring stecken. Dagegen werden die Sponsoren Vivo (5,8 Prozent) und Hisense 5,7 Prozent) kaum wahrgenommen. 


Autor:

Verena Gründel

ist seit April 2017 für das Marketingressort der W&V tätig. Davor schrieb sie für iBusiness über Digitalthemen. Nach Feierabend kocht und textet sie für ihren Foodblog – und gleicht das viele Essen mit ebenso viel Sport aus. Wenn sie länger frei hat, reist sie am liebsten mit dem Auto durch Lateinamerika, von Mexiko bis an die Südspitze Argentiniens.