Kampagne #starkfürdich :
De Maizière trommelt für Polizei und Rettungskräfte

Fischer Appelt Advertising setzt die Polizei-Versteher-Kampagne #starkfürdich für das Innenministerium um.

Text: Judith Pfannenmüller

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Die Polizei wird gebraucht, gerät aber wie bei ihren Einsätzen auch immer wieder in die Kritik. Gleichzeitig nimmt die Gewalt gegen Beamte zu. Um das Ansehen von und Vertrauen in Polizei und Rettungskräfte zu stärken und das gesellschaftliche Klimas gegenüber der Polizei zu verbessern gibt das Bundesinnenministerium (BMI) Geld für eine groß angelegte deutschlandweite Kampagne aus.

Die Kampagne #starkfürdich zeigt den Alltag von echten Einsatzkräften bei Bundespolizei, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Sanitätern. Die Spots sollen den Menschen hinter der Uniform zeigen. So spricht im Film beispielsweise eine Beamtin über ihre Ängste vor dem Einsatz:

Die Kampagne läuft ab sofort bis Dezember flächendeckend im Privatfernsehen und ist auf Riesenpostern in deutschen Großstädten zu sehen. Fotografiert wurden die Motive von dem Lifestyle-Fotografen Kristian Schuller. Fischer Appelt Advertising – bisher Fischer Appelt Furore hat die Kampagne konzipiert und umgesetzt. Die Produktion ist von It's us Media, Berlin. Regie: Søren Schaller.

Agenturen können mit den Prestige-Etats der Regierung einerseits ihr Image aufpeppen. Andererseits stehen die aus Steuergeldern finanzierten Werbemaßnahmen der Regierung unter besonderer Beobachtung und können schnell zum Politikum werden - nicht nur, weil sie als latent im Verdacht stehen, als Parteienwerbung der Regierungspartei missbraucht zu werden. Auch aktuelle Ereignisse können die Kommunikationsmaßnahmen durchkreuzen. So wollte Innenminister Thomas de Maizière die Kampagne #starkfürdich bereits am 27. Juni in Berlin vorstellen. Die Sex- undAlkoholaffäre der zum G20-Gipfel nach Hamburg beorderten Berliner Polizisten war ihm dabei in die Quere gekommen. Die Präsentation der Kampagne fand nun erst am Donnerstag in Berlin statt. Die Gewaltausbrüche in der Hamburger Innenstadt rund um den G20-Gipfel hätten die Regierungs-Kampagne zudem zum Rohrkrepierer gemacht.