Kein gemeinsamer Ferienflieger :
Deal zwischen Tui und Etihad platzt

Das geplante Joint Venture zwischen Tuifly und der Airberlin-Tochter Niki ist geplatzt. Großaktionär Etihad hat andere Pläne. 

Tuifly hebt vorerst weiter alleine ab.
Tuifly hebt vorerst weiter alleine ab.

Nun wird es also doch keine gemeinsame europäische Touristik-Airline geben, das geplante Joint Venture zwischen Tuifly und der Airberlin-Tochter Niki ist geplatzt. "Die Tui Group und die Etihad Aviation Group werden ihre Verhandlungen über das geplante Joint Venture zwischen der deutschen Flug-Tochter Tuifly und Niki nicht fortführen", meldet heute der Touristikkonzern Tui. 

Airberlin hatte 2016 seine 49,8-Prozent-Beteiligung an der österreichischen Tochter Niki an Großaktionär Etihad für 300 Millionen Euro verkauft. Der Verschmelzung des Ferienfliegers Tuifly mit der Touristiksparte von Airberlin hatte der Aufsichtsrat von Etihad bereits zugestimmt, in der neuen Ferienflieger-Airline mit rund 60 Maschinen sollte auch Niki aufgehen. Nun habe der arabische Großaktionär die Gespräche abgebrochen. "Etihad strebt offenbar eine Perspektive für das Gesamtunternehmen Air Berlin/Niki an und will Niki nicht länger aus der Air Berlin herauslösen; das ist eine andere Grundlage als das, was Etihad und seine Gesellschafter im Dezember 2016 mit uns vereinbart haben", zitiert das "Handelsblatt" aus einem Schreiben an die Tui-Mitarbeiter.

In einer Stellungnahme sagt Tui-Vorstandsmitglied Sebastian Ebel: "Strategisch macht eine starke europäische Touristik-Airline weiter sehr viel Sinn. Denn der Luftverkehr in Deutschland ist durch Überkapazitäten geprägt." Der Konzern werde die Neupositionierung der deutschen Tuifly weiter vorantreiben und sei offen für Partnerschaften oder die Gründung von Gemeinschaftsunternehmen. 


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

ist Ressortleiterin im Online-Ressort und schreibt über alles Mögliche in den Kanälen Marketing und Agenturen. Sie hat ein Faible für Kampagnen, die „Kreation des Tages“ und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.



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