Lizenzgeschäft :
Deichmann und Warner Bros.: In Batmans Fußstapfen

Mit "Batman v Superman" hat Warner Bros. seinen besten Filmstart in Nordamerika hingelegt. Und auch das Lizenzgeschäft soll abheben - unter anderem mit Deichmann.

Text: Ralph-Bernhard Pfister

Der Meinung der Kritiker zum Trotz hat der Film "Batman v Superman: Dawn of Justice" nach gerade mal einer Woche weltweit bereits eine halbe Milliarde Dollar eingespielt - ein gutes Omen für Warner Bros.' Plan, sein Comic-Helden-Universum wie bereits Konkurrent Marvel auch auf der großen Leinwand zu etablieren. Gleichzeitig stellt das auch eine gute Botschaft für die Lizenzpartner dar - und weitere Marken, die gern in den nächsten Jahren mehr Auswahl bei Partnerschaften hätten.

Der große Schuhfilialist Deichmann zeigt gut, wie Marken sogar verschiedene Lizenzpartnerschaften kombinieren können. Auf die Partnerschaft mit Disney, bei der zwölf "Star Wars"-Schuhmodelle produziert wurden, folgen nun 15 neue mit Comic-Helden des zu Warner Bros. gehörenden Verlags DC Comics. Zu dessen Portfolio gehören Figuren wie eben Batman und Superman, Wonder Woman, Flash, Super Girl oder Green Lantern.

Ein Teil der Figuren findet sich nun auf den Modellen von zwei Kollektionen in diesem und im nächsten Jahr. Diese reichen von Kinder- und Hausschuhen bis zu Canvas-Modellen für Jugendliche und Erwachsene. Das Besondere an der Kooperation: Sie lief direkt über Deichmann, nicht über einen typischen Lizenzprodukthersteller. Damit bestimmen und gestalten die hauseigenen Einkäufer und Designteams die Kollektionen.

Auch die miteinander verzahnten Werbemaßnahmen (Cross-Promotion) laufen hier direkter: Die Partner werben in einem TV-Spot, mit PoS-Material, Gewinnspiel und Microsite. Die Agentur hinter der Kampagne mit Budget im siebenstelligen Bereich ist Grey, Düsseldorf.

Die "Star Wars"-Kollektion von Deichmann:

Trailer "Batman vs. Superman"

Auch Capri Sonne ist ein Beispiel für die Lizenzpartnerschaften rund um Warners jetzt gestartetes Superheldenuniversum, das bis 2020 mindestens zehn Filme umfasst. Mehr über das Lizenz- und Merchandising-Geschäft hier, die erreichbaren Zielgruppen und die Vorteile für Marken darin, auf Superhelden zu setzen, lesen Sie in der kommenden W&V 14/2016.


Autor:

Ralph Pfister
Ralph-Bernhard Pfister

Ralph Pfister ist Koordinator am Desk der W&V. Wenn er nicht gerade koordiniert, schreibt er hauptsächlich über digitales Marketing, digitale Themen und Branchen wie Telekommunikation und Unterhaltungselektronik. Sein Kaffeekonsum lässt sich nur in industriellen Mengen fassen. Für seine Bücher- und Comicbestände gilt das noch nicht ganz – aber er arbeitet dran.