Dachmarkenkampagne :
Der erste Bärenmarke-Spot von Philipp und Keuntje

Gut acht Monate nach Gewinn des Etats zeigt Philipp und Keuntje nun ihr erstes Werk für die Traditionsmarke Bärenmarke. Der Bär hat eine Gastrolle. Film ab!

Text: Susanne Herrmann

27. Oct. 2016 - 9 Kommentare

Der Bär ist wieder da - wenigstens kurz: Dachmarkenkampagne für Bärenmarke von Philipp und Keuntje.
Der Bär ist wieder da - wenigstens kurz: Dachmarkenkampagne für Bärenmarke von Philipp und Keuntje.

Gut acht Monate nach Gewinn des Etats zeigt Philipp und Keuntje (PUK) nun ihr erstes Werk für die Traditionsmarke Bärenmarke. Die Hamburger Kreativen starten die gemeinsame Markenstrategie mit einem Dachmarkenspot.

Und gleich vorweg zur brennenden Frage: Mit oder ohne Bär? Der berühmteste Bär der deutschen Werbegeschichte ist immerhin kurz zu sehen. Der Film, den man mit "Familienidyll mit Schutzengel-Bär" umschreiben kann, begleitet einen kleinen Jungen von den ersten Schritten immer höher hinaus. Was den Bärenmarke-Bären angeht, der sehr animiert-teddyhaft daherkommt, ist seine Rolle am treffendsten mit "Mein Freund Harvey" charakterisiert.

Der 30-Sekünder läuft seit 25. Oktober im Fernsehen und online.

Anfang des Jahres hat sich die Hochwald Unternehmensgruppe  aus Thalfang, zu der Bärenmarke seit 2003 gehört, nach einem Agenturscreening für PUK entschieden. Die nicht ganz triviale Aufgabe für die Agentur ist nun, die Traditionsmarke weg von der Kaffeetafel hin zum Frühstückstisch der Familien zu bringen. Denn dass Bärenmarke vor allem Kondensmilch verkauft, ist schon lange kalter Kaffee. Frischmilchprodukte von Alpenmilch über Kakao bis Sahne gehören zum Sortiment. Passt: Lief der kleine Bär ja schon seit 1957 im Kinowerbespot als Milchkannenkontrolleur über Almwiesen.

Mit der neuen Positionierung und Dachmarkenkampagne wollen Marke und Agentur sich wieder auf die ursprünglichen Markenwerte der Bärenmarke stützen: "Fürsorge, Geborgenheit, Qualität, aber auch eine gewisse Gelassenheit und Unaufgeregtheit, die die Marke schon seit jeher in sich trägt", formuliert es Philipp und Keuntje.

Diese Fürsorge spiegelt sich im Spot in der Rolle des Bären als Freund und Beschützer des kleinen Helden des Films wider. Er begleitet ihn auf dem Weg vom Kind zum Jugendlichen und jungen Erwachsenen - ohne dass er oder die Eltern ihn dabei einengen. Ein sehr modernes Thema in Zeiten von Helikopter-Eltern, das PUK da aufgreift: "Wer seiner Familie echte Fürsorge angedeihen lässt, kann und sollte auch mal loslassen und Freiraum bieten." Die Marke soll also alle bestärken, "die zwar den Impuls kennen, ihre Lieben möglichst immer zu beschützen – aber eben keine Helikoptereltern oder -partner sein wollen". Schlauer Gedanke.

Das Kampagnenmotto "Das Beste mitgeben. Nichts geht über Bärenmarke" soll diese Leitidee von Bärenmarke und PUK unterstreichen. Thomas Stauch, Leiter der Business Unit National Brands: "Das Ziel ist ganz klar, die Marke langfristig zukunftsfähig zu machen und ihr neue Aktualität und Relevanz zu verleihen."

"Noch große ungehobene Potenziale" bei der Traditionsmarke, deren Bären das Deutsche Werbemuseum 2006 zur beliebtesten Werbefigur kürte, sieht Torben Hansen, geschäftsführender Gesellschafter bei PUK.

Bei der Hamburger Agentur kümmern sich um den Kunden Executive CD Holger Lindhardt, Senior Texter Moritz Raulfs, Markenberaterin Eva-Christin Putz, Projektmanagerin Wiebke Voss, Senior Producer Lars Wiepking und um die Strategie Tim Keil. Produktion: Tony Petersen Film, Hamburg. Regie: Jess Bluck. Musik: Yessian Music. Produktion Audio: Studio Funk. Mediaagentur: Optimedia, Düsseldorf. Den Bären animierte Fixas aus Schweden.

Bei Bärenmarke verantwortlich für den Auftritt sind der Leiter der Business Unit National Brands Thomas Stauch, der Leiter Marketing Business Unit National Brands Michael Roucka und Produktmanagerin Patricia Teßmer.


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.



9 Kommentare

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Anonymous User 4. November 2016

Ich finde das war der niedlichste Bärenmarke Bär überhaupt. Und die Werbung ist toll, besonders das niedliche Baby.

Anonymous User 2. November 2016

Mit Deinen 7 Monaten hast Du dazu beigetragen eine tolle Werbung für ein tolles Produkt unter die Bevölkerung zu bringen. Das ist der Anfang für eine große Karriere☺☺

Anonymous User 28. Oktober 2016

Hässlichster Bärenmarke Bär seit bestehen der Bärenmarke. Bärenmarke ist auch nicht mehr das was es einmal gewesen ist. Nicht einmal mehr alles aus Alpenmilch. Schade diese Irreführung der Verbraucher.

Anonymous User 28. Oktober 2016

Und weil alle bei der Abnahme gemerkt haben, was hat das eigentlich mit "Bärenmarke" zu tun und hinten auch noch einer gemurmelt hat "Könnte auch ein schlechter "Steiff" sein", hat man knapp 2,7 Sekunden das Kompromiss-Logo vorne eingeblendet. Nach kurzem, heftigen Streit mit der Kreation. "Aber länger nicht". Hat´s genützt?

Anonymous User 28. Oktober 2016

Zäki du bist das super baby !!!:-)))

Anonymous User 27. Oktober 2016

Toll hast du das gemacht kleiner Zäki, weiter so

Anonymous User 27. Oktober 2016

Toll hast du das gemacht kleiner Zäki, weiter so

Anonymous User 27. Oktober 2016

I love you Zaki!!! :-***

Anonymous User 27. Oktober 2016

Naja - und ich hab gedacht, endlich steppt mal der Bär. Leider nur kalter Kaffee ohne einen Schuss Kreativ-Sahne, die hängen bleibt.

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