Auch die internationalen Player der Branche müssen starke Rückgänge verkraften. Der Moderiese H&M hat im Corona-Jahr 2020 weniger Kleidung an den Kunden gebracht als im Vorjahr. Der Nettoumsatz der H&M-Gruppe sank im Geschäftsjahr von Dezember 2019 bis November 2020 um 18 Prozent auf rund 187 Milliarden schwedische Kronen (etwa 18,3 Mrd Euro). Die Beschränkungen des öffentlichen Lebens, die vorübergehende Ladenschließungen und deutlich weniger Kundschaft in den Filialen hätten vor allem im zweiten Geschäftsquartal zum umfangreichen Umsatzrückgang beigetragen. Aber auch im letzten Quartal, das bei H&M von September bis November läuft, gingen die Zahlen um zehn Prozent zurück. 

Der Textilhändler Inditex wiederum hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres herbe Einbußen hinnehmen müssen. Zwischen Februar und Oktober sei der Gewinn unterm Strich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um drei Viertel auf 671 Millionen Euro eingebrochen, teilte der Eigner von Modeketten wie Zara, Bershka oder Massimo Dutti am Dienstag im spanischen Arteixo mit. Nach wie vor wirkten sich Corona-Restriktionen auf nahezu alle Geschäfte aus. Insgesamt erzielte Inditex in den neun Monaten einen Umsatz von 14,1 Milliarden Euro. Das sind knapp 30 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. 



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Autor: W&V Redaktion

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