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Deutsche Bahn und Hertha machen auf Sin City

Mit der App „Herthahelden“ der Deutschen Bahn bekommen Stadionbesucher bei Hertha BSC Berlin  Aufstellungen, Live-Statistiken und anderes direkt auf das Smartphone. Um die App zu promoten, begeben sich die Verantwortlichen nun auf die Spuren des Kultfilms Sin City

Text: Ben Krischke

"Die Deutsche Bahn hat ein neues Teaser-Video produziert, um ihre 'Herthahelden'-App zu promoten“: Das allein wäre, naja, nicht unbedingt eine eigene Nachricht wert. Allerdings, und das überrascht dann doch, orientiert sich der nicht gerade unter Originalitätsverdacht stehende Staatskonzern an einem so gar nicht konventionellen Film: "Sin City".

Hinter "Sin City" stecken die Kultregisseure Frank Miller ("300: Rise of an Empire"), Robert Rodriguez ("From Dusk Till Dawn") und Quentin Tarrantino, dessen "The hateful 8" vergangene Woche in den deutschen Kinos angelaufen ist. Entsprechend blutig, brutal, sexualisiert und vollgepackt mit Schimpfwörtern war dann auch "Sin City" – und wurde zum Kultfilm.

Die Hertha-Profis Fabian Lustenberger und Marvin Plattenhardt töten im Teaser-Video – natürlich – niemanden, auch niemanden von Union Berlin. Ganz legal allerdings ist es nun auch nicht, was die beiden Spieler da treiben: In einer regnerischen, düsteren Nacht ziehen sie aus, um Plakate von sich selbst zu kleben.