Eventbericht :
Deutscher Mediapreis 2016: Die besten Bilder aus München

Mit der Wahrheit über Content Marketing hat OB AD DMP VIP Christian Ude die Preisgala zum jetzt "volljährigen" Deutschen Mediapreis eröffnet. Hier die besten Sprüche und Bilder aus München.

Text: Petra Schwegler

Der "OB AD DMP VIP" Christian Ude hat bei der Preisgala zum Deutschen Mediapreis 2016 (DMP16) den Gästen aus Medien und Werbung die Erkenntnis nahe gebracht: "Wenn man eine gute Presse haben will, dann muss man seine Zeitung schon selber machen."

Bereits vor 45 Jahren, in seiner Zeit als "SZ"-Redakteur, habe er über das Hausblatt "SV Familie" erfahren, wie gut eigentlich das Betriebsklima damals im Verlag gewesen sei. Heute bedauert Ude, dass er es seither versäumt habe, dieses Konzept verkauft zu haben. Eine Idee, die die anwesende Mediabranche heute als Content Marketing heiß diskutiert. Allein zum Mediapreis sind in diesem Jahr 28 von 154 Einreichungen dem alternativen Werbeprinzip zugeordnet worden. 

Der Ex-München-Lenker und DMP-Schirmherr will übrigens als Berater der Wirtschaft bei Großprojekten tätig werden. Zumal er als Bayer besonders prädestiniert für derlei Tätigkeiten sei, wie Ude ausführte. Egal, ob Transrapid, zweite S-Bahn-Stammstrecke in der bayerischen Landeshauptstadt, dritte Startbahn am Flughafen München oder vierte Konzerthalle in der Isarmetropole: Bei keinem dieser bayerischen Vorhaben sei ein Tag zu viel gearbeitet oder ein Euro zu viel ausgegeben worden.

"Soll ein Großprojekt im Zeit- und Kostenplan bleiben, dann darf es niemals einen Baubeginn geben", witzelte "Münchens bekanntester Kabarettist mit politischer Neigung", wie ihn RTL-Mann und Moderator Wolfram Kons nannte. 

Die gute alte Marke SPD - Christian Udes Partei seit genau 50 Jahren! - bezeichnete der Festredner als "Jungbrunnen". Kurz vor seiner Weiterfahrt zur Jubiläumsfeier der roten Polit-Granden gab er preis: Als ich 1966 in die SPD eintrat, war ich der Jüngste. Wenn ich heute in der Partei Vorträge halte, dann bin ich immer noch der Jüngste." Sauber derbleckt!

Christian Meitinger, Geschäftsführer des Verlags Werben & Verkaufen, hieß die rund 400 Gäste zum jetzt "volljährigen" 18. DMP willkommen. Zum Mediapreis-Inventar gehörten natürlich Chefredakteur Jochen Kalka und Wolfram Kons, der einmal mehr durch den Abend führte. Der RTL-Moderator nannte den #DMP16 mit Blick auf heißen Vortag in den USA den "Super Wednesday der Mediabranche".

Kalka konnte unterdessen einen Rekord bei den Einreichungen verkünden: 154 Cases musste die hochkarätige Jury beurteilen, die mit 18 Teilnehmern so groß war wie nie zuvor. Allein 23 junge Teams kämpften um den Titel "Media Youngster" und um eine Reise nach New York, zum zweiten Mal finanziert vom Mediapreis-Sponsor Telefónica Media ServicesAlle Gewinner des Deutschen Mediapreises stellen wir hier vor.

Bei der Media-Persönlichkeit des Jahres fiel die Wahl beim DMP 2016 auf Christof Baron, Chairman/Joint CEO EMEA von Mindshare. Für die Gäste aus Werbung und Agenturen ein geschätzter Preisträger, für Laudator Paul Mudter von IP Deutschland vor allem "The Brain" und ein bescheidener Kenner der Branche. Er sei ein Kapitän, der die Bodenhaftung zum Maschinenraum nie verloren habe. So trat Baron dann auch auf die Bühne: überrascht über die Ehrung, froh, noch nichts getrunken zu haben und ehrlich genug, zuzugeben, dass er eigentlich gar nicht zum DMP nach München kommen wollte. Erst ein Freund habe ihn überredet.  

Die schönsten Bilder von der Gala im Alten Rathaus München mit den Sponsoren IP Deutschland, Ströer, Süddeutsche Zeitung und Telefónica Media Services finden Sie hier: 


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.