Zu einem gewissen Grad habe auch der Weltmeistertitel 2014 zur Stärke der Marke Deutschland beigetragen. Mit dem Gewinn des WM-Titels in diesem Jahr und der Fußball-WM 2006 im eigenen Land sei Deutschland eines der wenigen Länder, dessen Marke von einem sportlichen Großereignis profitieren konnte, so Brand Finance. Der Gastgeber der diesjährigen WM, Brasilien, hat sogar an Markenwert eingebüßt. Genauso geht es Russland, wo 2014 die teuersten olympischen Winterspiele aller Zeiten stattfanden. Der Grund: Sportliche Großereignisse lenkten den Blick auch immer auf Missstände im jeweiligen Land, wie z.B. die Proteste gegen die Kosten der WM in Brasilien oder die Diskriminierung Homosexueller in Russland.

Das Fazit: Nicht jedes Land profitiert so stark von internationaler Aufmerksamkeit wie Deutschland. "Staaten im 21. Jahrhundert stehen im ständigen Wettbewerb um Touristen, Studenten, Fachkräfte und Investitionen. Unsere Ergebnisse zeigen die Vorteile einer starken Ländermarke. Die positiven und negativen Effekte einer Ländermarke auf nationale Unternehmensmarken und die Wirtschaft allgemein machen sie zu einem der wichtigsten Vermögenswerte, die ein Land besitzt", erklärt David Haigh, Geschäftsführer von Brand Finance.



Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Autor: Frauke Schobelt

koordiniert und steuert als Newschefin der W&V den täglichen Newsdienst und schreibt selber über alles Mögliche in den Kanälen von W&V Online. Sie hat ein Faible für nationale und internationale Kampagnen, Markengeschichten, die "Kreation des Tages" und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.