In Berlin, wo die Kampagane seit einigen Wochen im Einsatz ist, fruchtet sie schon: "Wir sehen wir ein überproportionales Wachstum und eine signifikante Steigerung der Markenbekanntheit", sagt Ford, ohne genauere Angaben zu machen.

Die Smartphone-Bank hat seit ihrem Start 850 000 Nutzer in 17 Ländern eingesammelt und will nach der Millionenfinanzspritze der Investoren Allianz und Tencent beim Wachstum Gas geben: Bis Ende 2020 wollen die Gründer fünf Millionen Kunden gewinnen.

In Frankreich und Italien sind ebenfalls - leicht modifizierte - Kampagnen angelaufen - auf den Hashtag nobullshit wird dort allerdings auf Anraten der Countrymanager verzichtet. Stattdessen heißt es dort etwas gemäßigter #BankToTheFuture. Die Kernbotschaft - N26 als Zukunftsbank gegenüber den altmodischen Banken herauszustellen, wird allerdings länderübergreifend eingesetzt.

Hier eines der italienischen Motive

N26-Kampagne in Italien: moderne versus alte Bank

Die Allianz hat nicht nur Geld in das Fintech-Startup eingeschossen, sondern wird auch als Versicherungspartner aktiv. In Zukunft sollen neue Versicherungsprodukte entwickelt werden. Denkbar sei es etwa, bei passenden Gelegenheiten günstige Sofortversicherungen anzubieten nach dem Muster: "Jetzt für 1,99 Skier versichern", sagt Ford.

Ford ist seit zweieinhalb Jahren Marketingchef von N26. Der 51jährige war vor sechs Jahren von New York nach Berlin gezogen und davor als CMO bei Paypal für die Märkte Deutschland, Österreich und die Schweiz zuständig.



Judith Pfannenmüller
Autor: Judith Pfannenmüller

ist Korrespondentin für W&V in Berlin. Sie schaut gern hinter die Kulissen und stellt Zusammenhänge her. Sie liebt den ständigen Wandel, den rauhen Sound und die thematische Vielfalt in der Hauptstadt.