Brand Connect :
"Die größte Veränderung in der Geschichte von Otto"

"Otto Versand Hamburg" war gestern. Jetzt will der Handelskonzern zur Plattform werden. Über das neue Partner-Portal "Brand Connect" sollen Marken wie Adidas oder S.Oliver andocken.

Text: Frank Zimmer

Otto wächst mit dem Onlinehandel.
Otto wächst mit dem Onlinehandel.

Otto-Vorstand Marc Opelt hat auf der Bilanzpressekonferenz in Hamburg "die größte Veränderung in der Geschichte von Otto" angekündigt. Ein neues Portal namens Brand Connect soll die Entwicklung vom klassischen Versandhändler zur Plattform vorantreiben. Dort können Markenartikler ihre komplettes Otto-Geschäft selbst organisieren - von der Warenwirtschaft über die Echtzeitanalyse bis zum Bau des eigenen Markenshops und der Buchung von Werbemitteln. Adidas und S.Oliver beteiligen sich an der Entwicklung.

Auf YouTube erklärt Otto das System:

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 erwirtschaftete der Onlinehändler fast 3 Milliarden Euro Umsatz - 8,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der aktiven Kunden stieg um 8 Prozent auf 6,6 Millionen. Davon waren über 1,8 Millionen Neukunden. Besonders stark wuchs der Bereich Home & Living. Hier holte Otto rund 950 Millionen Euro Umsatz herein. Laut Opelt ist das Unternehmen dadurch "mit Abstand die Nummer 1 im Online-Möbelhandel".

Im neuen Otto-Geschäftsjahr sollen rund 100 Millionen Euro in die Digitalisierung und Weiterentewicklung des Geschäftsmodells fließen.

Die von Marc Opelt geführte Kernmarke Otto (früher "Otto Versand") ist nicht mit der übergeordneten Otto Group unter CEO Alexander Birken zu verwechseln. Zur Otto Group gehören noch zahlreiche weitere Handels- und Dienstleistungsunternehmen wie Bonprix, Sport Scheck, Limango oder der Logistiker Hermes.


Autor:

Frank Zimmer

Redaktionsleiter Online mit analogem Migrationshintergrund. Seit 1996 im Internet. Buchautor ("Der Social-Media-Rausch") und Blogger ("Mittelrheingold"). Interessiert sich für Content Marketing und digitale Transformation. Hat eine Schwäche für Agenturen, weil er mal in einer gearbeitet hat.


Aktuelle Stellenangebote