Landtagswahlen :
Die Grünen starten Anti-AfD-Kampagne

"Hass ist keine Alternative für Deutschland": Der Bundesverband von Bündnis 90/Die Grünen startet eine Kampagne, die sich gegen die rechtspopulistische AfD richtet. Es ist Zufall, dass der Auftakt mit den jüngsten Ereignissen in Sachsen zusammenfällt.

Text: Markus Weber

- 11 Kommentare

Der Bundesverband von Bündnis 90/Die Grünen startet in diesen Tagen eine Kampagne, die sich speziell gegen die rechtspopulistische AfD richtet. Dabei ist es reiner Zufall, dass der Auftakt dieser Anti-AfD-Offensive mit den jüngsten Ereignissen von Clausnitz und Bautzen zusammenfällt.

"Die AfD ist keine bürgerliche Partei: Sie steht für Hetze, Gewalt, Rassismus, für Ausgrenzung, Homophobie und Sexismus", sagte Michael Kellner, der Bundesgeschäftsführer der Grünen, zum Kampagnenstart gegenüber dem "Tagesspiegel". Mit Headlines wie "Hass ist keine Alternative für Deutschland", "Gewalt ist keine Alternative für Deutschland", "Schiessbefehl ist keine Alternative für Deutschland" und "Homophobie ist keine Alternative für Deutschland" sind die Grünen damit vor allem in den sozialen Netzwerken sowie auf Plakaten in den Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt präsent, wo jeweils in drei Wochen gewählt wird.

Das Grünen-Logo fehlt übrigens auf sämtlichen Kampagnenmotiven: So erhofft man sich, auch Nicht-Parteianhänger mit der Botschaft zu erreichen.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



11 Kommentare

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Anonymous User 1. März 2016

haha, quod erat demonstrandum...

Anonymous User 29. Februar 2016

Was für ein inhaltsleerer Kommentar von Holger! Da spricht einfach nur ein Despot, der anderen ihre Meinung verbieten möchte! Mit einer fragwürdigen Methode: andere einfach mal pauschal diffamieren!

Anonymous User 29. Februar 2016

wo kommen eigentlich immer diese nervigen afd- und pegida-trottel, äh trolle her, wenn es hier um gesellschaftspolitische themen geht?

Anonymous User 24. Februar 2016

Tatsachen in einer Kampagne zu zeigen, von denen nicht mit Sicherheit gesagt werden kann, dass AfD-Leute dahinterstecken, finde ich bedenklich. Haben denn AfD-Leute das Haus angezündet? Ich weiß, was die Grünen mir sagen wollen, aber sie werden auch sehr populistisch, spitzen zu, übertreiben und diffamieren. Das ist die gleiche Mechanik. Da sind die Grünen nicht besser, auch wenn sie für etwas Besseres kämpfen.
Von daher kann ich Karsten Gessulat nicht verstehen.

Anonymous User 23. Februar 2016

Andere diffamieren als Kampagne? Traurig.

Anonymous User 23. Februar 2016

unwählbar

Anonymous User 23. Februar 2016

Deutschland und die Deutschen sind inzwischen in der ganzen Welt beliebt, dank eines überaus toleranten Volkes und mehrheitlich konservativer Regierungen über viele Jahrzehnte, zugegeben mit einer kleinen Prise Sozialdemokratie und einem kleinen Schuss Freiheit durch die Liberalen. Fragt man die Menschen in anderen Ländern, was sie so an Deutschland mögen, dann werden meist ausschließlich Werte genannt, die sie mit Bayern verbinden und sie meinen damit nicht nur das Oktoberfest! Also hat eigentlich die CSU den größten Anteil am guten Image der Deutschen! Denn in Bayern regiert nun wirklich nur diese eine Partei seit Jahrzehnten! Hätten die Grünen unsere Republik seit Jahrzehnten regiert, gäbe es ein grottenschlechtes Bild unseres Landes im Ausland! Oder glaubt irgendjemand, dass man sich über Dosenpfand, zweifelhafte Diskussionen über Pädophilie, Genderschwachsinn oder immer mehr Bürokratie definieren kann? Achso Atomausstieg , ja, aber den hat Merkel im Handumdrehen durchgesetzt und das mit den Fröschen und so war natürlich äußerst relevant! Die Grünen haben eine latent gestörte Beziehung zu diesem Land, alles was irgendwie deutsch ist mögen sie nicht! Also sind sie genauso unzählbar wie die AfD!

Anonymous User 23. Februar 2016

Torschlußpanik bei den Grünen. Auch das wird wenig helfen.
Zu sehr sind die Grünen heute unwählbar geworden.

Anstatt sich den aktuellen Problemen zu stellen (Grenzschließung/Unterbringung/Probleme der Bevölkerung) machen die Grünen linke Propaganda und beleidigen die Kritiker.
So schafft es die AfD sicherlich locker in die Landtage. Projekt 18 oder so.

Anonymous User 22. Februar 2016

Tja, mutig ist die Kampagne vor allem, weil die über die Motive transportierten Aussagen auch ganz gewalltig nach hinten losgehen können: Wer bspw. noch immer auf dem fälschlich medial gepushten Wort "Schießbefehl" rumreitet und dabei tatsächlich die ehem. innderdeutsche Grenze mit Außengrenzen assoziiert, stellt damit auch in den Raum:
Jener Teil der Paris-Attentäter, die über offene Grenzen als Asylsuchende nach Deutschland kamen, ist mir genau so nahe, wie dein Verwandter, der wegen versuchter Republikflucht im Stasiknast einsaß. Das ist eine durchaus gewagte Aussage, die sicher nicht von Allen geteilt wird. Und, auch wenn dies tatsächlich nicht so gemeint sein sollte, so es lässt es sich doch aus dem vorliegenden Motiv herauslesen. Und, das sollte sicher sein: So wird es auch von Teilen der AfD-Wählerschaft verstanden werden wollen. Auch das untere Motiv ist nicht weniger problematisch, denn in seinem Populismus kommuniziert es eine Botschaft, der sich mit einem einfach "Doch." widersprechen lässt. Doch, denn rein faktisch ist es eine Alternative. Inwiefern diese mehr oder weniger sinnvoll ist, steht auf einem andern Blatt geschrieben.
So populistisch die Kampagne ausgerichtet ist, so problematisch empfinde ich sie. Ob sie die AfD tatsächlich schwächt oder nicht viel eher deren Wählerschaft in ihren Vorurteilen und ihrem gefühlten Opferdasein bestärkt, wird sich zeigen.
Ich persönlich halte solch eine inhaltsferne Form der Kommunikation - nicht nur aus strategischen Überlegungen heraus - für den falschen Weg.

Anonymous User 22. Februar 2016

Tolle Kampagne, die endlich mal zeigt, dass die AfD inzwischen alles unmögliche und jeden Tag was anderes hässliches sein kann, nur eben keine Alternative. Und was machen die anderen Parteien? Sind wie immer mit sich selbst beschäftigt!

Anonymous User 22. Februar 2016

Einfache, relevante Kampagne. Top! Das Grünen-Logo hätte sie noch vertragen, meine ich. Wer hat die Kampagne gemacht?

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