Gute Aussichten für den Black Friday

 "Damit stehen die Chancen stehen gut, dass die bevorstehenden Shopping-Events am Black Friday und am Cyber Monday von den Verbrauchern positiv angenommen werden", sagt Anne Haine, Leiterin des Nielsen Geschäftsbereiches Intelligent Analytics in Europa. "Besonders angesichts des neuen Lockdowns und der Corona-Situation insgesamt werden die Verbraucher diese Shopping-Gelegenheiten nutzen." Einige Konsumenten achten in der aktuellen Zeit besonders darauf, beim Einkaufen Geld zu sparen. Andere wollen die niedrigeren Preise für den Kauf der Weihnachtsgeschenke nutzen - und auch der Ersatz für fehlende Freizeitaktivitäten spiele hier eine Rolle, so Haine.

Auch wenn es seit April deutlich weniger Rabattaktionen gab, kehrte sich der Trend zuletzt um und erreicht langsam wieder das Niveau vor der Corona-Pandemie. Deutschland gehörte jedoch auch während der letzten Monate in der Pandemie zu den Ländern, in denen die Rabattaktionen insgesamt am wenigsten zurückgingen. Die Nielsen-Zahlen zeigen: Während in den meisten europäischen Märkten Schwankungen von fünf bis zehn Prozentpunkten zu beobachten waren, überschritten die Veränderungen in Deutschland nie die Spanne von zwei bis fünf  Prozentpunkten.

Zurück auf Vor-Corona-Niveau

"Im zweiten Quartal 2020 konnten wir beobachten, dass es deutlich weniger Rabattaktionen für Waren des täglichen Gebrauchs gab. Viele Produkte landeten zu dieser Zeit aber auch ohne Preisnachlass in den Einkaufswägen der Verbraucher. Nach nun gut acht Monaten seit Beginn der Pandemie hat sich das Niveau der Rabattaktionen wieder auf den Zustand vor Corona eingependelt", sagt Anne Haine.

Aktuell sehe es so aus, dass der positive Trend weiter an Fahrt aufnehme. Ein Grund dafür sei auch die steigende Preissensibilität der Verbraucher. Ein Beispiel: Laut Nielsen-Daten kann ein Rabatt von zehn Prozent auf Whiskey den deutschen Einzelhändlern bis zu 50 Prozent mehr Verkaufsvolumen bringen - ein absoluter Rekord in ganz Westeuropa.



Manuela Pauker
Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde