Umfrage zu Lkw-Werbung :
Die Minions machen auf Autobahnen "Schluss mit flauschig"

Begleitend zum Start von "Ich - Einfach unverbesserlich 3" setzt Verleiher Universal auch auf Lkw-Werbung. Wie die wirkt, geht aus der Studie "Ambient Meter" hervor.

Text: Susanne Herrmann

Minions auf Lkw-Flächen fahren über Deutschlands Autobahnen.
Minions auf Lkw-Flächen fahren über Deutschlands Autobahnen.

In den offiziellen deutschen Kinocharts sind die Minions unschlagbar: Teil drei der Animationskomödie "Ich - Einfach unverbesserlich"  schauten schon am Startwochenende  mehr als 850.000 Kinobesucher;  in der zweiten Woche kauften sich 681.000 Besucher eine Kinokarte für den Schurken im Ruhestand Gru und seine gelben Helferlein.

Dazu beigetragen haben wohl auch die überlebensgroßen Minions im Gefängniskluft, die auf Lkw-Werbeflächen "Schluss mit flauschig" machen. Seit dem Filmstart am 6. Juli begleitet Plakat am Lkw die Werbemaßnahmen. National gebucht hat Universal die Großflächen auf Seiten und Hecks der Nutzfahrzeuge, Schwerpunkt liegt auf den stark befahrenen Hauptverkehrsrouten. Die Lkw-Kampagne wird einen Monat dauern.

Lkw-Werbung erzeugt Reichweite

Für Lkw-Werbung gibt es durchaus viele Negativbeispiele; manchen Kritikern sind hier zu häufig kaum bekleidete Frauen in verführerischen Posen zu sehen. Wenn das Motiv stimmt, geht die Rechnung der Werbekunden aber auf.

Werbung direkt auf der Straße ist nur eingeschränkt erlaubt, bewegte Werbung gänzlich verboten. Lastwagen aber dürfen auf den Seiten- und Heckflächen Werbung zeigen. Buchbar ist das auch regional. Und: Wegzappen oder -klicken geht nicht.

Daher bescheinigt die Studie "Ambient Meter 2017" der Lkw-Werbung hohe Reichweiten: 71 Prozent sind es laut der Datenanalyse nach einem Monat. Die Bekanntheit erreicht demzufolge 80 Porzent, die Sympathiewerte liegen bei 67 Prozent.

Plakat am Lkw: "Ich - Einfach unverbesserlich 3" von Universal.

Plakat am Lkw: "Ich - Einfach unverbesserlich 3" von Universal.

"Ambient Meter" ist die Reichweitenerhebung von 40 Medien der Ambient-Branche, also spezieller Außenwerbe-, Lokal-, Laden- und Kleinformate. Seit 2005 wird die Studie von TMC erhoben, um die Reichweiten und Zielgruppenmerkmale  von Ambient zu erfassen. 4000 Personen in Österreich wurden auf Basis der Adressdaten von GfK nach soziodemografischen Kriterien repräsentativ befragt. Plakat am Lkw ist 2017 erstmals mit erfasst.

Und freut sich direkt über Platz eins in der Kategorie Sympathie unter den mobilen Werbeformen (es folgen Autobuswerbung mit 66 Prozent und Straßenbahnwerbung mit 50 Prozent Sympathiewert). Bei den Erinnerungswerten liegt die Lkw-Werbung mit 64 Prozent (nach 14 Tagen) knapp hinter der Buswerbung (68 Prozent), Rang drei geht an die Straßenbahn mit 45 Prozent.

Über alle Kategorien (Outdoor, Indoor, Mobil, Elektronisch, Kleinformate) schneidet Plakatwerbung am besten ab (75 Prozent Sympathie, 82 Prozent Erinnerung/14 Tage).

Reichweiten und Zielgruppen von Lkw-Werbung

71 Prozent über einen Monat

64 Prozent nach 14 Tagen

50 Prozent nach einer Woche

54 Prozent nach 14 Tagen in der Zielgruppe 14 bis 29 Jahre, 63 Prozent bei 30- bis 49-Jährigen, 72 Prozent bei den 50- bis 69-Jährigen (laut "Ambient Meter")

Das Unternehmen Plakat am Lkw  bietet seit 2000 die Außenwerbeform Lkw-Werbung in den Ländern der EU an. Mehr als 300 Kampagnen wurden in der Zeit international und national umgesetzt.

Überlebensgroße Minions in Gefängniskluft.

Überlebensgroße Minions in Gefängniskluft.


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.