Erste Erfahrungen in der Innenstadt hat Ikea seit 2014 mit dem City-Store in Hamburg-Altona gesammelt. "Wir werden Altona so aber nicht wiederholen. Wir wollen individuelle Standorte entwickeln, zum Beispiel ohne komplettes Warenlager", sagte der Manager. Vorstellbar seien Ikea-Stores in der Fußgängerzone, einem Warenhaus oder einem Einkaufszentrum.

Um die Lieferzeiten bei Online-Bestellungen zu verkürzen, plant Ikea mittelfristig sechs bis neun neue Verteilzentren in Deutschland. Dafür sollen 300 bis 400 Millionen Euro investiert werden.

Bei neuen Projekten in den Innenstädten kann sich der Möbelriese auch zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten vorstellen, zum Beispiel Büros oder Wohnungen auf dem Dach eines Ikea-Hauses. "Wir trauen uns zu, solche Modelle zu entwickeln. Umgesetzt werden sollten sie dann mit lokalen Partnern", sagte Ferber.

Was beim Alten bleibt

Auch wenn Ikea in Deutschland künftig in die Innenstädte strebt: Die bestehenden Häuser außerhalb der Zentren werden Ferber zufolge weiter eine wichtige Rolle spielen. "Die Kunden möchten sich Möbel ansehen und ausprobieren und später vielleicht online bestellen. Wichtig ist für uns eine enge Verzahnung von stationärem und Online-Handel."“ Sechs Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaftet Ikea Deutschland inzwischen online und verzeichnet jährlich zweistellige Zuwachsraten.

Ach ja - Ikea will zudem weltweit Restaurants eröffnen, auch in Deutschland. Lachs, Kötbullar, Zimtschnecke und dazu Filterkaffee in den Innenstädten. 2018, spätestens 2019 soll es soweit sein.

Der Möbelhändler war im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/2017 (31. August) in Deutschland nicht mehr so schnell gewachsen wie zuvor. Auf ihrem wichtigsten Einzelmarkt setzten die Schweden knapp 4,9 Milliarden Euro um, was einen Zuwachs von 2,4 Prozent bedeutete. Zuvor hatte Ikea Deutschland noch ein Wachstum von 7 Prozent geschafft.

W&V Online/dpa


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W&V Redaktion
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