Trend :
Die New York Times setzt auf Inhouse-Unit für den Mediaeinkauf

Das 20-köpfige Team übernimmt inzwischen fast 90 Prozent des Mediaeinkaufs. Die Zahl der Dienstleister wurde deutlich reduziert.

Text: Franz Scheele

Auch die New York Times folgt dem Trend zum Inhouse-Marketing und übernimmt mittlerweile fast 90 Prozent des gesamten Mediaeinkaufs selbst. Die Inhouse-Unit, die vor etwas mehr als einem Jahr gegründet wurde, hat inzwischen bereits 20 Mitarbeiter.

Richtig in Fahrt kam das Team mit dem Engagement von Janis Huang als Managing Director Marketing and Media Strategy im Juli 2017, wie der Technologieblog Digiday berichtet. Huang hatte zuvor unter anderem für Digitas LBi, Mindshare und Draftfcb gearbeitet.

Seither wurde die Zahl der Dienstleister, mit denen die New York Times zusammenarbeitet, von über zehn deutlich heruntergefahren. Große Teile des Kreativetats liegen allerdings weiterhin bei der Agentur Droga5. "Wir gehen sehr ehrlich mit unseren eigenen Möglichkeiten um, mit unseren Stärken und Schwächen", erklärte Huang gegenüber Digiday. "Aber unsere Erfahrung wächst sehr schnell."

Auch andere US-Medienunternehmen sind dazu übergegangen, das Mediageschäft selbst zu übernehmen. So hat auch Condé Nast ein zehnköpfiges Inhouse-Team für den Bereich Media geschaffen. Und Dow Jones, die Muttergesellschaft des Wall Street Journals, erledigt schon seit einem Jahr den kompletten Mediaeinkauf inhouse, inklusive Display, Social, Search, OOH und TV.


Autor:

Franz Scheele
Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.