Auch das übertriebene Verfolgen der Nutzer mit Werbebannern (Retargeting) sei ein hausgemachtes Problem, das von großen Marken verursacht wurde. "Dass die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) heute so aussieht wie sie aussieht, daran hat auch die Industrie eine Teilschuld", sagt Ehrlich.

OWM wirbt für verträglichere digitale Werbeformate

Zur diesjährigen Jahrestagung hat sich die OWM vorgenommen, in Zeiten des datenbasierten Marketings mehr Augenmerk auf die Nutzer und ihre Ansprüche an gute Werbung zu lenken: "Statt Menschen mit Bannern zu verfolgen, müssen wir auch bei den digitalen Werbemaßnahmen die Menschen und ihre Wünsche in den Mittelpunkt stellen und über Formate und Platzierungen nachdenken, die akzeptiert werden," sagt Joachim Schütz. Nur dann könne Werbung funktionieren.

Ob mehr dahintersteckt als warme Worte, welche Rolle die OWM dabei einnimmt, und warum es auch an den Bremsern in den Reihen der Werbungtreibenden liegt, dass Facebook und Google immer noch nicht Teil eines gemeinsamen Mess-Standards sind, lesen Sie in der Titelgeschichte der aktuellen W&V 47/2018.

Wer nach Lösungen für sein datengetriebenes Werbegeschäft sucht, kann sie Ende November auf der Konferenz W&V Data Marketing Day II finden.


Autor:

Judith Pfannenmüller
Judith Pfannenmüller

ist Korrespondentin für W&V in Berlin. Sie schaut gern hinter die Kulissen und stellt Zusammenhänge her. Sie liebt den ständigen Wandel, den rauhen Sound und die thematische Vielfalt in der Hauptstadt.