Die ständigen körperlichen Schmerzen verarbeitete Kahlo in ihren Bildern. Prägend war zudem ihre Beziehung zu dem Maler Diego Rivera, den sie zweimal heiratete. Über die ständigen Seitensprünge ihres Mannes tröstete sie sich mit eigenen Affären hinweg - sowohl mit Männer als auch mit Frauen. Am 13. Juli 1954 starb sie an einer Lungenembolie.

Jetzt ist ein komplizierter Rechtsstreit um die Barbie-Puppe entbrannt. Mattel hat sich die Markenrechte von der Frida Kahlo Corporation (FKC) in Florida besorgt. Kahlos Nichte und Erbin Isolda Pinedo Kahlo hatte der Firma die Rechte 2005 verkauft. Nach Einschätzung von deren Tochter Mara Romeo und Enkelin Mara de Anda verfügt FKC allerdings nur über die Namensrechte - und nicht die Rechte am Bild.

Mit einer einstweiligen Verfügung stoppten die beiden Frauen in Mexiko nun vorerst den Verkauf der Puppe, im Onlineshop ist sie weiter für 30 Dollar erhältlich. "Wir kämpfen darum, das zu schützen, was uns gehört", sagt De Anda. Die FKC will die Entscheidung anfechten. "Wir vertrauen darauf, dass uns die Gerichte wieder einmal Recht geben", sagt Unternehmenssprecherin Beatriz Alvarado. "Es ist klar, dass die Angehörigen von Isolda Pinedo Kahlo eher aus Gewinnstreben handeln, als aus dem Interesse heraus, das Erbe von Frida Kahlo zu schützen."

Mattel brachte die Kahlo-Barbie in einer Serie von "Inspirierenden Frauen" heraus, gemeinsam mit der Flugpionierin Amelia Earhart und der farbigen NASA-Mathematikerin Katherine Johnson. Auch an ihrer Mattel-Version hatten die Facebook-User etwas auszusetzen: Der Hautton sei zu hell.

Das ist die Kollektion, die zum Weltfrauentag gelauncht wurde:

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"Ich glaube, dass Frida überzeugt gewesen wäre, dass es keine bessere Art und Weise gibt, die Welt zu revolutionieren und ihr seinen Stempel aufzudrücken, als mit einer Barbie", sagt FKC-Sprecherin Alvarado. "Ein Idol der Schönheit, dass sich rebellisch zeigt und sich wie Frida anzieht."

Neben dem Streit um die Rechte geht es auch darum, ob man eine unangepasste, eigenwillige Frau wie Frida Kahlo einem radikalen Lifting unterziehen darf, damit sie den Schönheitsidealen von Barbie entspricht. Der Künstler Noel Cruz hat die Dinge schon einmal in die eigenen Hände genommen. Er kaufte für 30 US-Dollar eine Kahlo-Barbie und malte ihr ein neues Gesicht mit struppigen Augenbrauen und einem zarten Oberlippenbart. "Ich habe ihr realistischere und präzisere Gesichtszüge verliehen", schreibt der Maler. Den Kunden scheint es zu gefallen: Die Puppe ging bei einer Ebay-Auktion für 870 Dollar weg.

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am/mit dpa


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