Drastische "Capsule" als Appell für eine Grundsatzdebatte

Die "Capsule" versteht Diesel als "experimentellen Raum", als Appell, eine grundsätzliche Debatte über Prozesse rund um Entscheidungsfindung zu führen. Um die Diskussion anzuregen, baute Diesel die "Capsule" als Set auf dem Wired Next Fest auf und lud Gäste ein, darin Videoinhalte zu erstellen. Über LinkedIn ruft der Modekonzern außerdem Personalabteilungen und andere Unternehmen dazu auf, kreative Vorschläge zur Verkürzung von Meetings einzureichen.

Diesel will sich mit dem Meeting-Projekt als Arbeitgeber präsentieren, der gemäß seinem Markenmotto "For Successful Living" an Lösungen "für eine effizientere Work-Life-Balance" arbeitet. Mitarbeiter sollen weniger Lebenszeit in Meetings verschwenden. "Es entsteht mehr Freiheit, denn wenn Entscheidungen zügig getroffen werden, bleibt mehr Zeit, das Leben zu genießen", heißt es in der Pressemitteilung.

Bleibt zu hoffen, dass Diesel dies ernst meint und nicht die gewonnene Zeit mit Bergen von Zusatzarbeit füllt. Weniger stressig werden Konferenzen in der "Capsule" jedenfalls nicht, wie im Video zu sehen ist. Nicht einfach, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, wenn die Windmaschine bläst und Lichtblitze zucken. 


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

ist Ressortleiterin im Online-Ressort und schreibt über alles Mögliche in den Kanälen Marketing und Agenturen. Sie hat ein Faible für Kampagnen, die „Kreation des Tages“ und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.