Markenrechte :
dm-Gründer Werner und Alnatura-Chef Rehn beenden Streit

Der dm-Gründer Götz Werner und Alnatura-Chef Götz Rehn haben sich wieder versöhnt. Vermittler in dem seit Monaten schwelenden Konflikt war der ägyptische Sozialunternehmer Ibrahim Abouleish, ausgezeichnet mit dem Alternativen Nobelpreis.  

Der Streit um Markenrechte und Sortimente zwischen Deutschlands größter Drogeriemarktkette dm und dem Biohändler Alnatura ist beigelegt. Drogerie-Gründer Götz Werner und Alnatura-Chef Götz Rehn hätten sich wieder versöhnt, sagte ein dm-Sprecher am Dienstag. Zuvor hatten das Fachblatt "Lebensmittel-Zeitung" und die Zeitschrift "Info3" darüber berichtet. Hintergrund war eine Auseinandersetzung über Markenrechte. Weitere Details zu der Einigung seien noch nicht bekannt, hieß es bei dm. Die Anwälte beider Parteien wurden aber laut "Info 3" beauftragt, eine gütliche Regelung zu finden.  

Der Drogeriemarkt-Primus aus Karlsruhe hatte jahrzehntelang Alnatura-Produkte geführt, dann aber eigene Bioprodukte ins Sortiment eingebracht. Dafür wurden Ende des vergangenen Jahres rund 200 Alnatura-Produkte aus den dm-Regalen genommen. Werner wollte von Rehn die Markenrechte an Alnatura einklagen, weil seiner Ansicht nach Alnatura erst durch den Vertrieb über dm erfolgreich geworden war. Seine Klage war in erster Instanz abgewiesen worden. Dagegen hatte Werner Berufung vor dem Oberlandesgericht Frankfurt eingelegt.

Laut "Info3" vermittelte der Sozialunternehmer Ibrahim Abouleish zwischen den Streithähnen, die auch noch miteinander verschwägert sind. Er ist seit vielen Jahren freundschaftlich und geschäftlich mit beiden Unternehmern verbunden. Abouleish ist Gründer der ägyptischen Sekem-Initiative für nachhaltige Entwicklung und wurde dafür mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.

Sowohl dm als auch Alnatura gelten in Deutschland als vorbildliche Unternehmen für nachhaltiges Wirtschaften. Der Streit war eine Gefahr für das gute Image beider Unternehmen. Die Vermittlung kam zur richtigen Zeit. (fs/dpa)


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