Markenkonzentration :
Dr Pepper und Sunkist gehen zu Reimann

Die Milliardärsfamilie Reimann kauft weiter zu und verleibt sich Dr Pepper ein. Jetzt geht's ganz klar gegen die Konkurrenz Pepsi und Coca-Cola.

Text: W&V Redaktion

Dr Pepper ist in den USA Kult.
Dr Pepper ist in den USA Kult.

Die Einkaufstour der deutschen Milliardärsfamilie Reimann geht weiter: Mit dem Kauf des Limonadenherstellers Dr Pepper Snapple soll das Firmenimperium in den USA erweitert werden. Zum Konzern gehören auch bekannte Marken wie 7UP oder Sunkist. Der Kaufpreis: 18,7 Milliarden Dollar.

Dr Pepper soll mit der bereits zum Firmenreich der Reimanns gehörenden Tochter Keurig Green Mountain fusioniert werden. So entsteht nach Angaben der Unternehmen ein Getränkeriese mit kombiniertem Jahresumsatz von rund elf Milliarden Dollar, der den Branchenführern Pepsi und Coca-Cola Konkurrenz machen könnte. Die Beteiligungsgesellschaft der Reimanns, die JAB Holding, werde den Deal mit einer Investition von neun Milliarden Dollar finanzieren, heißt es. Die Fusion soll bis 2021 zu jährlichen Kosteneinsparungen von 600 Millionen Dollar führen.

Das ist die Markenfamilie der Reimanns

Keurig, bekannt vor allem für Kaffeekapseln, hatten die Reimanns Ende 2015 mit anderen Investoren um den Milka-Konzern Mondelez für 13,9 Milliarden Dollar gekauft. Die Reimann-Familie kontrolliert auch den Kaffeeriesen Jacobs Douwe Egberts mit den Marken Jacobs, Tassimo, Senseo. Der Clan ist auch an der Kosmetik- und Parfümfirma Coty und etlichen US-Gastroketten wie Peet's Coffee, Panera Bread oder Krispy Kreme Doughnuts beteiligt.

Die Ursprünge der Reimann-Dynastie reichen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zurück, als Johann Adam Benckiser und Karl Ludwig Reimann in Ludwigshafen eine Chemiefabrik aufbauten. Dadurch hält die Familie noch heute einen Anteil an dem Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser mit Marken wie Clearasil, Kukident und Calgon.

Der Reimann-Clan führte die "Manager Magazin"-Liste der 1001 reichsten Deutschen zuletzt mit einem geschätzten Vermögen von 33 Milliarden Euro an.

W&V Online/dpa


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