Welche Technologien sind dabei unverzichtbar?

Wir setzen auf rund 200 Microservices wie etwa verschiedene Datenfeeds, die unsere Frontends in Echtzeit mit Preisen, Artikelverfügbarkeiten etc. versorgen. So können wir Änderungen jederzeit in Produktion bringen und immer kurzfristig auf Kunden- und Marktansprüche reagieren. Außerdem benötigen wir eine Plattform, die sich sehr leicht skalieren lässt. Nur so können wir den stark schwankenden Traffic auffangen. Denken Sie beispielsweise an die Peak-Zeiten zur Weihnachts- und Osterzeit. Oder an eine Werbemaßnahme, die in Indien einige Millionen Kunden auf einmal ansprechen kann. Um diese Peaks aufzufangen ist unser Online-Shop auf der Google Cloud gehostet. Und zum Schluss: Metronom lebt von der Besonderheit, dass jedes Team seine Programmiersprache frei wählen und nutzen kann. So können wir immer wieder neue Programmiersprachen ausprobieren, sind nicht an eine gebunden und somit viel flexibler.

E-Commerce im Lebensmittelhandel – welche Unterschiede beobachten Sie bei Geschäftskunden und Privatkunden?

Unsere Großhandelskunden kaufen grundsätzlich ganz anders ein, egal ob online oder offline. Sie wollen ihren Einkauf so schnell und effizient wie möglich gestalten, pflegen Orderlisten und haben meist feste Warenkörbe. Zudem kaufen Sie mit zehn bis 100 Artikel pro Bestellung viel mehr als Privatkunden. Und binnen 12-18 Stunden sind diese Artikel dann auch schon geliefert. Also müssen wir mit unseren Online-Shops in den Ländern die Effektivität und Effizienz unserer Kunden unterstützen.

Was Personalisierung im B-to-B-Umfeld bedeutet, erklärt Janina Klein auf der Munich Marketing Week, die vom 4. bis 6. Juni 2019 in München stattfindet. Holen Sie sich inspirierende Ideen für morgen, lernen Sie Technologien kennen, die sich nach Zukunft anhören, aber jetzt schon Realität sind. Mehr Informationen zum Programm und den Referenten finden Sie hier.


Autor:

Franziska Mozart
Franziska Mozart

arbeitet als freie Journalistin für die W&V. Sie hat hier angefangen im Digital-Ressort, als es so etwas noch gab, weil Digital eigenständig gedacht wurde. Heute, wo irgendwie jedes Thema eine digitale Komponente hat, interessiert sie sich für neue Technologien und wie diese in ein Gesamtkonzept passen.