Die Sieger der ESL One in Hamburg: Das Team Virtus Pro

Die Sieger der ESL One in Hamburg: Das Team Virtus Pro gewinnt das Preisgeld von 500.000 Dollar

Für Mercedes-Benz macht das Engagement in einem aufstrebenden Markt wie dem E-Sports-Markt aber nicht nur aus ROI-Sicht Sinn. Mit der #Growup-Kampagne will sich die Marke jünger positionieren, um den Nachwuchs-Autokäufer an sich zu binden. Auch die ESL zahlt auf dieses Ziel ein. 

Nach Hamburg gehören drei weitere ESL-One-Turniere zu Mercedes' Sponsorship: die Events in Genting, Kattowitz und Manila. Danach wollen beide Seiten die Kooperation ausbauen. In Hamburg war die Automarke nicht nur mit ihrem Logo präsent. Sie hatte auch gemeinsam mit den beiden auf Sportsponsoring spezialisierten Agenturen Schillinger & Pankratz sowie Jung von Matt Sports Autos für die acht teilnehmenden Teams gestaltet und mit Folie beklebt.

Im Rahmen der Mercedes-Benz-Roadshow stellte das Unternehmen einen riesigen Fuhrpark mit verschiedenen Modellen auf, die die Besucher vor Ort Probe fahren konnten. Außerdem baute das Unternehmen einen gläsernen Container für die Kommentatoren der Spiele auf. 

Kommentatoren-Kontainer auf der ESL One gesponsert von Mercedes-benz

Mercedes-Benz sponserte den Kommentatoren-Container auf der ESL One

Das Highlight war aber die Ernennung des  "MVP", des Most Valuable Player des Turniers. Die Fans hatten online abgestimmt, wer den von Mercedes ausgelobten Preis erhalten sollte: Alexei "Solo" Berezin, der Captain vom Team Virtus Pro darf sich ein Fahrzeug im Wert von 50.000 Euro aussuchen. Laut Mercedes-Benz ist der MVP einer der höchstdotiertesten Sachpreise im E-Sports.

ESL One Hamburg: Mercedes benz Sponsert ein Auto für den MVP

Der Titel des MVP - Most Valuable Player - ging an Alexei "Solo" Berezin vom Team Virtus Pro. Er darf sich nun einen Mercedes-Benz aussuchen.

Der Einstieg von Mercedes-Benz zeigt, dass sich E-Sports langsam dem Mainstream nähert. Auch die Zahl von 150 Journalisten, die allein auf die Einladung der ESL gefolgt waren und von vielen großen Medien kamen, spricht dafür. Eine große Reichweite brachten außerdem die Bewegtbildmedien: Das Event wurde unter anderem auf dem Live-Streaming-Videoportal Twitch sowie auf Twitter und Facebook übertragen.

Sogar das lineare Fernsehen war dabei. Sport1 übertrug das Finale zwischen den Mannschaften Virtus Pro und Team Secret. Der Sender kommentierte das Spiel sogar selbst. Allerdings gaben auch die Kommentatoren zu, dass man selbst nach jahrelanger Spielerfahrung nicht jeden Trick kennt. 

ESL One Finale auf Sport1

Für Laien ist es nicht leicht, bei Dota 2 den Überblick zu behalten.

Das Spiel ist in der Tat sehr komplex. Wer nicht selbst eingefleischter Dota-2-Spieler ist, hatte nicht nur Schwierigkeiten, ins Spiel hineinzukommen, sondern auch, den Aktivitäten auf den riesigen, mit Informationen vollgepackten Bildschirmen zu folgen. Wenn die Dota-2-Turniere wirklich die breite Masse erreichen wollen, sollten die Veranstalter und Spieledesigner die Einstiegshürde für den Konsumenten senken. 

Aktuell versuchen sie, den Manko mit viel Spektakel wettzumachen. Lasershow, Musik, der Einmarsch der Spieler - all das kann die ESLwie die ganz Großen. Vorbild ist die Formel 1, wie Ralf Reichert, Gründer und CEO der ESL zugibt. Die sei vom Prinzip her erst einmal langweilig. Aber die Veranstalter und Medien haben sie zu einem spannenden Produkt gemacht. Davon kann eine Nachwuchssportart wie E-Sports viel lernen. 

ESL One: Die Spieler marschieren ein

Die Spieler marschieren zur Lasershow in die Halle ein


Autor:

Verena Gründel

ist seit April 2017 für das Marketingressort der W&V tätig. Davor schrieb sie für iBusiness über Digitalthemen. Nach Feierabend kocht und textet sie für ihren Foodblog – und gleicht das viele Essen mit ebenso viel Sport aus. Wenn sie länger frei hat, reist sie am liebsten mit dem Auto durch Lateinamerika, von Mexiko bis an die Südspitze Argentiniens.