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Ecosia möchte Hambacher Forst kaufen - RWE lehnt ab

Die Suchmaschine Ecosia möchte RWE den Hambacher Forst abkaufen. Der Energiekonzern allerdings "verbittet sich jegliche Diskussion darüber, was denn an dem Angebot verändert werden müsste, um es zu akzeptieren".

Text: Belinda Duvinage

Ecosia Gründer Christian Kroll (hier in Indonesien) setzt sich auch im Hambacher Forst für den Erhalt des Waldbestandes ein.
Ecosia Gründer Christian Kroll (hier in Indonesien) setzt sich auch im Hambacher Forst für den Erhalt des Waldbestandes ein.

Der Hambacher Forst ist längst Sinnbild für die Abkehr von der Braunkohle-Nutzung: Nach dem vorläufigen Rodungsstop hat das Berliner Unternehmen Ecosia dem Energieriesen RWE nun ein Angebot unterbreitet. Die Plattform möchte RWE den Hambacher Forst für eine Million Euro abkaufen und den 12.000 Jahre alten Wald in ein Naturschutz-Gebiet umwandeln.

Der Energiekonzern lehnte laut Ecosia aber bereits ab, und "verbittet sich jegliche Diskussion darüber, was denn an dem Angebot verändert werden müsste, damit sie es akzeptieren." So zumindest ist es in einem Blog-Beitrag auf der Webseite der Suchmaschine zu lesen. Ecosia-Geschäftsführer Christian Kroll schreibt darin: "Wir halten die Gesprächsverweigerung von RWE mit Blick auf die Macht, die der Konzern in Deutschland hat und die Privilegien, die er genießt, für inakzeptabel."

Er gehe davon aus, dass die Konzernführung von RWE weiterhin vorhabe, dass sie den Hambacher Forst irgendwann abholzen lassen wird. "Was mich persönlich nach dem Gespräch mit RWE am meisten verärgert hat war, dass RWE sich anscheinend nicht um die öffentliche Meinung kümmert."

Zusammen mit anderen Firmen, Organisationen und Einzelnen werde man den kommenden Wochen darauf drängen, dass RWE sich einer Diskussion der Zukunft des Hambacher Forsts nicht weiter verschließt. Als Bürger könne man keine Firma mit der Ausbeutung der Bodenschätze betrauen, die sich nicht für unsere Meinung und nicht für das Wohlergehen des Landes interessiert und nicht bereit ist, darauf Rücksicht zu nehmen.

Das Angebot von Ecosia bleibt nach eigenen Aussagen bis Ende Oktober bestehen, man denke aber bereits über ein zweites Angebot nach.

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Das Interesse am Wald kommt nicht von ungefähr: Die Online-Suchmaschine Ecosia vewendet das Geld ihrer Anzeigenkunden nach eigenen Angaben dafür, Bäume zu pflanzen. Acht Millionen Nutzer verzeichnet die Plattform, die Zahl der bereits gepflanzten Bäume beträgt nach Zählerstand auf der Homepage mittlerweile weit über 39 Millionen. 


Autor:

Belinda Duvinage

legt ein besonderes Augenmerk auf alle Marketing-Themen. Bevor die gebürtige Münchnerin zur W&V kam, legte sie unter anderem Stationen bei burdaforward und dem Münchner Merkur ein, leitete ein regionales Magazin in Göttingen und volontierte bei der HNA in Kassel. Den Feierabend verbringt sie am liebsten mit ihren drei Jungs in der Natur, auf der Yogamatte, beim perfekten Dinner mit Freunden oder, viel zu selten, einem guten Buch.