Für den Umsatz, der mit Gütern des täglichen Bedarfs erzielt wurde, zeigt sich ein ähnliches Bild: Auch hier führt Edeka das Ranking an, gefolgt von Rewe, der Schwarz-Gruppe, Aldi und Metro.

Biohändler verlangsamen ihr Wachstumstempo

Was sich letztes Jahr bereits andeutete, zeigte sich auch in diesem Jahr: Der Biohandel verbuchte 2017 nicht mehr die hohen prozentualen Steigerungen. Dieser Bereich blieb – bis auf den Biogroßhändler Weiling mit 10,2 Prozent – mit einstelligen Wachstumsraten hinter den Vorjahreswerten zurück.

Die Berliner Bio Company weist eine Umsatzsteigerung von 8,3 Prozent aus, EBL folgt mit 7,7 Prozent auf Platz 3, Vollcorner behauptet Platz 4 mit 6,5 Prozent. Dennree erwirtschaftet einen Zuwachs von 5,1 Prozent, gefolgt von LPG Biomarkt mit 5,0 Prozent. Super Bio Markt aus Münster wächst lediglich um 1,5 Prozent, während Alnatura und Basic 2017 Umsatzrückgänge hinnehmen mussten.

Discounter gewinnen Marktanteile hinzu 

Das Discount-Segment brachte es im Jahr 2017 wieder auf ein starkes Wachstum am Gesamtmarkt von 4,0 Prozent (2016: 3,1 Prozent).

Aldi, Lidl und Co steigerten somit ihren Umsatz insgesamt um fast 3,2 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr.

Drogeriemärkte mit geringem Wachstum

Die Ergebnisse von Nielsen Tradedimensions zeigen, dass der Drogeriehändler dm im Vergleich zum Vorjahr 4,8 Prozent (2016: 6,6 Prozent) an Umsatz gewonnen hat, der Wettbewerber Rossmann erzielte 4,5 Prozent (2016: 5,8 Prozent).

Auch Müller verzeichnete mit knapp 1,2 Prozent (2016: 1,5 Prozent) noch Zuwachs. Auch hier sind die Steigerungsraten bei allen Marktteilnehmern jedoch nicht mehr so deutlich ausgefallen wie noch in den letzten Jahren.

Prognose für 2018

Für das Jahr 2018 erwarten die Händler wenig Veränderung. Sie prognostizierten insgesamt ein Umsatzwachstum von 7,9 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr, dies entspricht einem Anstieg von knapp 3,3 Prozent.

Allein Edeka, Rewe, Schwarz und Aldi werden laut Prognose mit durchschnittlich 3,9 Prozent wachsen, was insgesamt einen Umsatzanstieg von rund 6,5 Milliarden Euro bedeutet.


Autor:

Maximilian Flaig

Unterstützt als Werkstudent die Redaktion in allen Bereichen. Während seines aktuellen Masterstudiengangs American History, Culture and Society schrieb Maximilian Flaig bereits für die "Süddeutsche Zeitung".