Das Wachstum durch Neueröffnungen ist wichtig für Edeka, weil das Bundeskartellamt dem Handelsriesen angesichts seiner ohnehin dominanten Marktposition kaum noch Spielräume für Zukäufe lässt. Außerdem ist Edeka im Gegensatz zu den international agierenden Konkurrenten wie Rewe, Aldi, Lidl oder dm nur im deutschen Markt aktiv. Wenn er seine Marktstellung nennenswert ausbauen will, muss der Handelsriese deshalb neue Geschäftsfelder etwa im Bio- oder Drogeriemarktbereich erschließen. Das ist allerdings nicht ohne Risiko. Auch der Rivale Rewe hatte in den vergangenen Jahren schon versucht, unter dem Namen Temma eine eigene Biomarkt-Kette am Markt zu etablieren, war damit aber letzten Endes gescheitert.

Bei der zum Verkauf stehenden SB-Warenhauskette Real ist Edeka Mosa zufolge nicht an einer Komplettübernahme interessiert. Edeka versuche aber, "sich den einen oder anderen Standort zu sichern".

Die Konsumlust der Bundesbürger hat Edeka 2018 ein kräftiges Wachstum beschert. Der Umsatz des Verbundes erhöhte sich um 3,2 Prozent auf 53,6 Milliarden Euro. Motor des Wachstums seien die selbstständigen Unternehmer unter dem Edeka-Dach gewesen, deren Umsätze mit 27,6 Milliarden Euro um 4,9 Prozent über dem Vorjahr lagen; auf vergleichbarer Fläche lag das Plus bei 3,6 Prozent.

In einem wachsenden Gesamtmarkt hat Edeka seine Marktanteile 2018 ausgebaut. Sie legten demnach um 0,4 Prozentpunkte auf 20,4 Prozent zu. Auch die Discount-Tochter Netto behauptete sich in einem intensiven Wettbewerbsumfeld mit 7,9 Prozent Marktanteil (plus 0,1). Zusammen haben Edeka und Netto 2018 rund 6700 Arbeitsplätze geschaffen. Die Gruppe gehört mit 376 000 Beschäftigten zu den größten Arbeitgebern in Deutschland.

(W&V Online/dpa)


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