Hohenhauer zieht zwei Schlussfolgerungen für Marketer und Entwickler digitaler Produkte: "Erstens: Brauchen wir wirklich Kinderversionen von Programmen oder Apps, wenn Kinder so schnell auf demselben Stand sind wie Erwachsene? Reicht nicht eine Vollversion mit altersgerechten Einschränkungen? Von Kinderversionen fühlt sich die Generation Alpha wahrscheinlich nicht lange ernst genommen. Zweitens: Eltern setzen große Hoffnungen in digitale Technik, was die Entwicklung ihrer Kinder betrifft. Diese Hoffnungen können Entwickler und Marketer aufgreifen und Produkt sowie Marketing entsprechend gestalten."

Die Technikaffinität des eigenen Nachwuchses wird gemäß 65 Prozent der deutschen Eltern (weltweit 75 Prozent) die späteren Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Neben schnellerem Denken (44 Prozent) sehen Väter und Mütter besonders Problemlösungskompetenz (38 Prozent) und Koordinationsvermögen (37 Prozent) durch Technologie gefördert.

Als negative Auswirkungen der digitalisierten Kindheit nennt die Mehrheit der Befragten global (71 Prozent) und in Deutschland (72 Prozent): Junge Menschen verbringen zu viel Zeit vor Bildschirmen. Dennoch messen die Kinder der deutschen Befragten Aktivitäten mit Freunden und Familie eine höhere Bedeutung bei (26 Prozent) als Handy und Tablet (18 Prozent).


Autor:

Ulrike App
Ulrike App

ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.