Währen EU-Verbraucherkommissar John Dalli das Paket einen "echten Fortschritt im Bereich der Lebensmittelinformation" nennt, geht anderen der Beschluss nicht weit genug. Fünf Staaten, darunter Deutschland, fordern etwa klarere Hinweise bei der Herkunftsangabe von Fleisch. Auch die Angaben zu Imitaten wie Analog-Käse und Klebefleisch gehen der deutschen Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) noch nicht weit genug. Geht es nach ihr, sollen nicht nur auf der Packungsrückseite sondern auch auf der Vorderseite die wesentlichen Informationen stehen. Auch Verbraucherorganisationen wie Foodwatch kritisieren, dass die Regelungen im Interesse der Industrie nicht weit genug greifen würden, um Übergewicht und Krankheiten tatsächlich einzudämmen.