Don Norman und Bruce Tognazzini :
Ex-Mitarbeiter kritisieren Apples Design

Zwei ehemalige Apple-Bedienstete werfen in einem US-Blogbeitrag der Marke vor, sie vernachlässige wichtige Designprinzipien. Die Hauptkritik: Apple verschreibt sich bei der Software zu sehr der Schönheit. Ein Lesetipp.

Text: Ulrike App

Apple gilt als Marke, die vielen anderen Unternehmen in Sachen Design ein Vorbild ist. Nun kritisieren die zwei ehemaligen Mitarbeiter Don Norman und Bruce Tognazzini in dem sehr ausführlichen Artikel "How Apple is giving design a bad name" für die US-Website Co.Design den Konzern. 

Der Hauptvorwurf: Apple gebe für die Schönheit der hauseigenen Software wichtige Designprinzipien auf. Im Mittelpunkt stehe nicht mehr der Nutzer und seine Bedürfnisse, sondern rein die äußere Erscheinung. So wären die verwendeten Schriften beim iPad oder iPhone zwar schön, aber für manche Menschen nicht lesbar. "Apple zerstört das Design", lautet eine Aussage.

Norman und Tognazzini waren vor Jahren in der Designabteilung von Apple tätig. Das Unternehmen aus Cupertino vertraut auf die Dienste des Chief Design Officers Jonathan Ive, der dieses Titel seit Mai 2015 trägt. Alan Dye ist für User Interface Design zuständig, Richard Howarth für Industrial Design. Der Brite Ive schilderte vor wenigen Tagen in einem Interview mit dem "Telegraph", dass viele der Apple-Designer bereits seit über 20 Jahren dort arbeiten. In dem Gespräch erläutert er ebenso, warum Apple beim iPad Pro nun auf den Stifteinsatz vertraut.

Die komplette Abrechnung des Duos mit dem Ex-Arbeitgeber lesen Sie hier


Autor:

Ulrike App
Ulrike App

ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.