Aber die Nervosität unter den Beteiligten wächst - und das trotz des Champions-League-Erfolgs vom Mittwochabend. Laut Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) üben die Aufsichtsräte, welche von der Sponsorenseite kommen, inzwischen Druck aus. Angeblich fordern sie von Hoeneß, dass er seinen Posten als Chef des Kontrollgremiums ruhen lässt. Allerdings: Vor dem Champions-League-Finale am 25. Mai dürfte sich dieser kaum dazu durchringen können.

Das Heikle an der Sache ist: Die Sponsorenvertreter im Aufsichtsrat der FC Bayern AG stecken in einem Interessenkonflikt. Sie müssen sowohl die Interessen des Sponsors als auch die des FC Bayern vertreten. In dieser Situation ist das extrem schwierig. Laut "SZ" hätten die Konzernchefs deshalb überhaupt nie FC-Bayern-Aufsichtsräte werden dürfen: und zwar, weil dies gegen den Corporate Governance Kodex für Aktiengesellschaften verstoße.


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Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.