Fußball-Weltmeisterschaft :
FIFA fehlen zahlreiche Sponsoren für Fußball-WM 2018

Fünf Monate vor der Fußball-WM in Russland fehlen der FIFA noch zahlreiche WM-Sponsoren. Vor vier Jahren waren um dieselbe Zeit längst alle Werbekategorien ausverkauft.

Text: Markus Weber

Am 20. Dezember feierte die FIFA ihren Vertrag mit dem Milchproduktehersteller Mengniu aus der Inneren Mongolei.
Am 20. Dezember feierte die FIFA ihren Vertrag mit dem Milchproduktehersteller Mengniu aus der Inneren Mongolei.

Der Fußball-Weltverband FIFA muss sich offenbar Sorgen um wichtige Einnahmequellen machen. Weniger als ein halbes Jahr vor dem Eröffnungsspiel der Fußball-WM 2018 im Moskauer Luschniki-Stadion sind zahlreiche Sponsorenplätze noch immer unbesetzt.

Bei der WM 2014 in Brasilien war schon zwei Jahre vor dem Anpfiff alles ausgebucht. Jetzt sind von den gnadenlos aufgeblähten Sponsorenpaketen erst ganze 14 von 34 verkauft. Selbst in der zweitteuersten Kategorie, bei den sogenannten "FIFA WM Sponsoren", gibt es noch weiße Flecken. Hier sind erst fünf der sieben Pakete verkauft: an Budweiser, McDonald's und die beiden chinesischen Elektronikkonzerne Hisense und VivoKurz vor Weihnachten unterschrieb dann noch der Milchproduktehersteller Mengniu mit Sitz in der Inneren Mongolei. 

In der Premium-Kategorie, also bei den langfristigen "FIFA-Partnern", weist die Sponsorenriege mit Adidas, Coca-Cola, Gazprom, dem chinesischen Immobilienunternehmen und Kinobetreiber Wanda, Hyundai/Kia, Qatar Airways und Visa keine Lücken auf.

Schlecht sieht es aber in der dritten Kategorie aus, bei den regionalen Sponsoren für bestimmte Weltregionen. Hier haben bislang nur die russische Alfa-Bank und die Mengniu Group aus China unterschrieben. 18 der 20 Pakete sind dagegen noch zu haben.

Nach der WM 2014 in Brasilien hatten Sony, Continental, Emirates und Castrol ihre Sponsorenverträge nicht verlängert. Coca-Cola und McDonald's zeigten sich später unzufrieden mit dem Krisenmanagement der FIFA rund um den Korruptionsskandal. Erst im vergangenen November hat dann auch Adidas, bereits seit 1956 Partner der FIFA, seinen Druck auf den Fußball-Weltverband erhöht.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.