Technik :
Fliegendes Plakat und Hover-Bike: Neue Ideen für Drohnen

Filmschaffende und die Werbewelt freuen sich über die kreativen Einsatzmöglichkeiten von Drohnen. W&V Online präsentiert neue Ideen und Zukunftsvisionen.

Text: Frauke Schobelt

- 2 Kommentare

Während über den militärischen Einsatz von bewaffneten Drohnen kontrovers diskutiert wird, freuen sich Filmschaffende, Fotografen und Werber über die kreativen Einsatzmöglichkeiten der fliegenden Mini-Roboter. Sie liefern Bilder und Videos aus ungewöhnlicher Perspektive, sie transportieren werbewirksam Sachen, etwa für Coca-Cola oder Amazon. Oder sie tanzen Ballett, zum Beispiel für Lexus.

Ein neues Anwendungsbeispiel in der Werbung kommt aus Russland. Dort haben die Hungry Boys Moscow fliegende Plakate entwickelt, die direkt an die Bürofenster fliegen. Hier mit Werbung für ein asiatisches Restaurant. 

Auch in einem Spot der Schweizer Versicherung Mobiliar wird eine Drohne kreativ eingesetzt:

Coca-Cola bedankt sich bei Arbeitern in Singapur und fliegt Drohnen auf Wolkenkratzer:

Nur PR? Amazon will mit Mini-Drohnen Waren ausliefern und hat im Juli eine Testlizenz beantragt. Das Vorhaben wurde prompt veräppelt vom Streamingdienst Netflix.

Lexus schickt einen tanzenden Schwarm Drohnen durchs nächtliche Vancouver:

Und in Zukunft sind vielleicht noch ganz andere Einsätze vorstellbar. Über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter sammelt das britische Unternehmen Malloy Aeronautics Geld für eine Drohne, die einen Menschen tragen kann. In Miniaturform ist das "Hover-Bike" bereits bestellbar.

Auf eine schöne Website mit Drohnenfilmen weist Geo.de hin. Die Plattform travelbydrone.com zeigt Luftaufnahmen aus der ganzen Welt, die Fernweh wecken. Tourismusmarketing vom Feinsten.

Ein Beispiel aus Hawaii:

Nett auch die Idee der Künstlergruppe Iocose, mal darzustellen, was Killerdrohnen in Friedenszeiten so machen: Selfies.

Für Chris Anderson, ehemaligen Chefredakteur des US-Technologiemagazins "Wired" steht fest: "Das Zeitalter der Drohnen hat begonnen." Warum das so ist und weitere Anwendungsbeispiele fasst "Technology Review" in einem interessanten Artikel zum Thema zusammen (via Heise).


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

ist Ressortleiterin im Online-Ressort und schreibt über alles Mögliche in den Kanälen Marketing und Agenturen. Sie hat ein Faible für Kampagnen, die „Kreation des Tages“ und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.



2 Kommentare

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Anonymous User 31. Juli 2014

Da muss man nicht einmal nach Russland für schauen. Schon vor knapp 1 1/2 Jahren in Hamburg mit Erfolg gemacht! Da kann sich vielleicht der eine oder andere Werber dran erinnern. Jedenfalls weitaus charmanter ausgetüftelt als mit einem billigen Billboard! https://www.youtube.com/watch?v=HLXLv-UPOO4

Anonymous User 31. Juli 2014

und was ist mit schrottflinten herstellern...muss man da jetzt aktien kaufen?

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