Ganz anders die Reaktion und Einschätzung zu den Folgen für Ceconomy. An der Börse sorgte die Nachricht am Montag für steigende Kurse bei den Düsseldorfern. Ceconomy will den Erlös aus der Kapitalerhöhung in Höhe von rund 277 Millionen Euro zur Stärkung der eigenen Bilanz verwenden und damit die eigene Strategie weiter umsetzen. Geld verbrennen derzeit die Problemmärkte Schweden und Russland. Für Russland hat Ceconomy aber eine Lösung gefunden. Das Geschäft geht an die russische Safmar-Gruppe, zu der auch der Ceconomy-Konkurrent M.Video gehört. Zugleich erhält das Unternehmen einen Anteil von 15 Prozent an M.Video und kann so an der Entwicklung des aktuellen russischen Marktführers weiter teilhaben. Zusammen kostet dies den Konzern gut 250 Millionen Euro.

Zur Strategie gehören auch Zukäufe. Analysten erwarten, dass Ceconomy über kurz oder lang seinen Anteil am französischen Händler Fnac Darty aufstockt oder die Erben des verstorbenen Minderheitsaktionärs Erich Kellerhals aus dem Unternehmen herauskauft.

Die Mehrheitsaktionäre Haniel, die Meridian Stiftung, Beisheim sowie der Aufsichtsrat hießen den neuen Großaktionär willkommen, sagte Ceconomy-Vorstandschef Pieter Haas. Abgeschlossen werden soll die Transaktion bis August. (mit dpa)


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W&V Redaktion
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