Deutscher Werberat :
Fünf Prozent mehr Beschwerden beim Werberat

Der Deutsche Werberat hat seine Halbjahresbilanz für 2018 veröffentlicht: Am meisten Beschwerden gab es - wie bereits in den Vorjahren - wegen Geschlechterdiskriminierung.

Text: Markus Weber

Übersichtsgrafik des Werberats über die häufigsten Beschwerdegründe.
Übersichtsgrafik des Werberats über die häufigsten Beschwerdegründe.

Die Zahl der beim Deutschen Werberat eingehenden Beschwerden nimmt weiter zu. Insgesamt erreichten das Selbstkontrollorgan der Branche in den ersten sechs Monaten des Jahres 394 Beschwerden. Das ist eine Steigerung um fünf Prozent gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres.

233 Fälle nahm der Werberat zur Entscheidung an. Bei 161 Beschwerden sah er sich selbst nicht als zuständig an. In 60 Fällen sah der Rat einen Verstoß gegen den Werbekodex. Davon konnte das Gremium in 55 Fällen einen Stopp oder eine Änderung der Werbemaßnahme erreichen. Eine Öffentliche Rüge war daher am Ende in lediglich fünf Fällen nötig.

Wie in den vergangenen Jahren war auch im ersten Halbjahr 2018 Geschlechterdiskriminierung der häufigste Beschwerdegrund (137 Fälle). Die Beanstandungsquote lag hier bei knapp einem Drittel. Zugenommen haben Beschwerden in der Rubrik "Ethik und Moral", in der ein breites Spektrum an Beschwerdeinhalten zusammengefasst wird (31 Fälle).

Aufteilung der Beschwerdefälle nach Branchen

Aufteilung der Beschwerdefälle nach Branchen

Erst im vergangenen Mai hat der Deutsche Werberat einen digitalen Leitfaden zum Werbekodex veröffentlicht. Hier kann man sich den Leitfaden herunterladen.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.