Fußballstudie: Dortmund ist Markenmeister

Sympathischer, attraktiver: Sogar in der "Fußballstudie 2012" verweist Meister BVB den FC Bayern auf den zweiten Platz: die Ergebnisse der Untersuchung der TU Braunschweig.

Text: Susanne Herrmann

08. May. 2012

Sympathischer, attraktiver: Sogar in der "Fußballstudie 2012" verweist Meister Borussia Dortmund den FC Bayern auf den zweiten Platz. Der Lehrstuhl für Dienstleistungsmanagement der TU Braunschweig hat untersucht, wie die Vereinsmarken der Fußballbundesliga wahrgenommen werden und welcher Verein über die stärkste Vereinsmarke verfügt. Gestestet wurden 25 Klubs: die Erstligisten sowie sieben Zweitligavereine.

Wie im anstehenden Titelkampf um den DFB-Pokal und im Spiel um die Meisterschale liefern sich auch hinsichtlich der Markenstärke die beiden Top-Bundesligisten BVB und FCB ein Kopf-an-Kopf-Rennen - das Dortmund kanpp für sich entscheidet. Mit einem Markenindex von 62,41 liegt die Borussia vor dem FC Bayern München mit 59,82. Nicht so rekordverdächtig wie die 81 Punkte in der Bundesliga. Platz drei in der Tabelle belegt Werder Bremen (55,96), diese Saison in der Bundeliga deutlich schwächer (Platz neun) - der Dritte in der Liga, Schalke 04, qualifiziert für die Champions League 2012/13, kommt auf nur Platz sechs (50,43) hinter Borussia Mönchengladbach (53,29).

Denn auf dem vierten Platz steht in der Markentabelle ein Zweitligist: Der FC St. Pauli (Markenindex 54,96) hat bei den Befragten nach wie vor ein positives Image. "Der Kult-Klub von der Hamburger Reeperbahn gilt als Prototyp einer starken Vereinsmarke und stellt mit dem Image als weltoffener und rebellischer Kiezklub aus Sicht der Deutschen eine der attraktivsten Vereinsmarken des Landes dar", so die Verfasser der Studie, David Woisetschläger, Christof Backhaus, Jan Dreisbach und Marc Schnöring.

Hinsichtlich der Markenbekanntheit steht der FC Bayern mit satten 100 Prozent an der Tabellenspitze, gefolgt vom BVB mit 98,45 Prozent Bekanntheit und Schalke mit 96,64. Knapp die Champions-League der Berühmtheit verpasst haben Bremen (95,93%, der VfB Stuttgart (94,81%) und St. Pauli (94,74%).

Ebenso wie Sympathie, Attraktivität und "guter Verein" floss die Bekanntheit in den Markenindex ein. Lediglich die inhaltliche Bewertung betrachtet, führen ebenfalls die Top-Klubs: Am besten ("sehr guter Verein") wird der FCB wahrgenommen (mit 69,2 Punkten zu 66,96 des BVB), als am attraktivsten Dortmund mit 62,5 vor den Münchnern mit 60,94 Punkten.

Die Profile der beiden Vereine im Vergleich zum Bundesliga-Duchschnitt zeigt die Grafik der Braunschweiger Professoren. Die Bayern gelten als kompetenter, internationaler und einzigartiger, die Dortmunder als vertrauenswürdiger, bodenständiger und authentischer sowie als familiärer.


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.



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